Wie man einen Fernsehbeitrag aufbaut – Teil 1: Organisieren!

Wie baut man einen Fernsehbeitrag? Nicht nur Frischlinge im TV-Geschäft fragen sich das. Auch gestandene Reporter grübeln manchmal, wenn es schnell gehen muss und kein Interviewpartner anbeißt: „Wie soll ich dazu denn was zustande kriegen?“ Die Artikel zum Thema hier auf der Medienpraxis-Seite gehören zumindest zu den am häufigsten gelesenen Blogbeiträgen.

Technician setting up RCA Television Camera

Weiterlesen

Advertisements

„So, wie du es Oma erzählen würdest“ – einem Fernsehbeitrag Struktur geben

Fernsehbeiträge sollen Zuschauer vom ersten Moment an fesseln. Ihr Aufbau hängt unter anderem vom Thema, vom Sendeformat (magazinig vs. nachrichtlich) oder der gewünschten Beitragslänge ab. Wie schon im Posting vom 14.03.2010  beschrieben, sollte der Beitrag einem Spannungsbogen ähnlich wie im klassischen Drama folgen. Einige Grundmuster zeigt der Journalist und TV-Trainer Rolf Breuer in seinem Papier „Erzählen statt Quälen“ auf Seite 12 auf. Sein insgesamt sehr lesenswerter Artikel gibt einen guten Überblick, wie man TV-Beiträge aufbaut und was beispielsweise in ein Treatment gehört, mit dem man ein Thema einer Redaktion anbietet.  Weiterlesen

Wie muss ein TV-Beitrag aufgebaut sein?

Schon bevor Redakteur und Kamerateam drehen gehen oder aus gelieferten Bildern einen Beitrag entsteht, muss das dramaturgische Grundgerüst klar sein. Dabei hilft die Frage, was man dem Zuschauer eigentlich erzählen will: Die Antwort darauf sollte sich in einen einfachen Satz fassen lassen (sogenannter Erklär- oder Erzählsatz).

Hat man diesen gefunden, so sortiert man: Wer sind die wesentlichen Akteure einer Entwicklung, wer gibt Pro- und Contra-Stimmen, wie knüpfe ich einen roten Faden, dem der Zuschauer folgen kann? Um das in eine nachvollziehbare Struktur zu sortieren, helfen die klassischen Mittel der Dramaturgie. Denn das Fernsehen nutzt Erzählstrukturen, die schon lange geläufig sind – nicht umsonst wird es von Medienwissenschaftlern auch als „Lagerfeuer der modernen Zeit“ bezeichnet.

Viele Redakteure planen ihren geplanten Beitrag in Form eines Treatments. Für Freie sind zudem Exposés eine Form, ihre Ideen einer interessierten Redaktion anzubieten. Der Filmemacher und Trainer Gregor A.Heussen erklärt auf seiner Website, wie Exposé und Treatment funktionieren, außerdem hat er Tipps zum Verfassen von Textmanuskripten.

Gern wird der Ratschlag gegeben, die ausdrucksstärksten, spektakulärsten oder neuesten Bilder an den Anfang zu setzen. Das mag für Nachrichten oder tagesaktuelle Magazine meist passen, doch für ein Umweltmagazin lässt sich die Geschichte vielleicht anders besser erzählen. Mehr zum Thema auch in meinen Postings So wie Du es Oma erzählen würdest und Wie man einen TV-Beitrag aufbaut – und wie O-Töne dabei helfen.

.