„Webvideo lernen, sich was trauen und Haltung zeigen“: Sieben Tipps für frische Freie von Christiane Wittenbecher, Webvideoreporterin (DIE WELT/N24)

Irak, Lesbos, Moskau: Mit ihrer VJ-Kamera und per Periscope-Livestream hat Christiane Wittenbecher schon aus etlichen Ecken der Welt berichtet. In kurzer Zeit hat sie viel an journalistischer Erfahrung gesammelt und war oft beim Start neuer Projekte dabei. Eigentlich seien Medien nie ihr Traumberuf gewesen, doch beim Leipziger Uniradio mephisto 97.6 kam die Begeisterung für Features, Reportagen und Satire im Radio auf. „Erste schmerzhafte Lernerfahrung war, dem Interviewpartner niemals das Reportermikro in die Hand zu geben“, erzählt Christiane. Nach Studium sowie MDR-Volontariat ging sie in ihre Heimat Sachsen-Anhalt zurück. Hier arbeitete sie beim MDR frei für Radio, Fernsehen und Online und entwickelte bereits ein eigenes VJ-Format fürs TV, das wöchentlich ungewöhnlich erzählte Geschichten über schräge und subkulturelle Trends zeigte.

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Christiane Wittenbecher auf dem MediaHackDay bei Springer im November 2014. Sie ist Reporterin im Webvideoteam von WELT und N24. Foto: Martin Heller/Webvideoblog.de

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Als Journalist starten: Tipps für frische Freie, diesmal von Bettina Blaß

Geld, Immobilien, Versicherungen: Das sind die Themen, mit denen Bettina Blaß seit 14 Jahren vorrangig ihr Geld verdient – elf Jahren schon arbeitet sie als Freie. Was Kollegen manchmal als „Erbsenzählerei“ belächeln, lässt sie als Verbraucherjournalistin gut leben. „Das ist das Schwarzbrot, und dafür zahlen meine Kunden so, dass ich mir Croissants leisten kann“, meint die Kölnerin scherzhaft. Ihre Croissants, das sind ihre e- und i-books sowie ihre sehr sehenswerten Instagram-Aufnahmen. Die freie Wirtschaftsjournalistin lehrt außerdem Online-Journalismus an der Uni Mainz und bloggt mit Timo Stoppacher unter fitfürjournalismus.de. Weiterlesen

Als Journalist starten: Tipps für frische Freie, Teil 2

Wie kann man als frischer Freier Fuß fassen im Journalismus? Letzte Woche gab es dazu Tipps von Kollegen, die sich ausführlich mit dem Wandel der Medienbranche auseinandersetzen. Diesmal sind es drei Journalisten, die bereits jahrelang oder erst seit kurzem als Freie unterwegs sind, im Print- sowie im Fernsehbereich sowie als Sportjournalist. Was würden sie jungen Autoren raten, und sehen sie in ihren Arbeitsfeldern Nischen für Neuankömmlinge? Weiterlesen

Pimp up für Bürgerjournalismus: CNN ruft zum „iReporter Boot camp“

„iReporter“, das klingt schick, und einmal für CNN arbeiten dürfte viele locken: So lädt der Sender derzeit ein, am „iReport boot camp“ teilzunehmen. Jeweils freitags wird ein Thema veröffentlicht, zu dem jeder Ideen einreichen kann – die besten erhalten ein Feedback von CNN-Journalisten und werden veröffentlicht. iReport.cnn.com – die Bezeichnung rührt vom englischen „ich berichte“ – ist die weltweit wohl größte Plattform für Bürgerjournalismus. CNN hofft auf einige echte Nachrichten im Video- und Fotostrom, gleichzeitig bietet sich Quereinsteigern und junge Reportertalenten ein Forum. Auf der Seite zum Boot Camp finden sich in mehreren Rubriken auch einige Tipps für den Reporteralltag, etwa zum Fotografieren und zur Bildbearbeitung oder zum Video-Erstellen.

Studiengänge, Qualifikationen: Danach suchen TV-Sender

Das Medienmagazin DWDL hat in einer Serie die Situation von Volontären, Azubis und Praktikanten im Fernsehen unter die Lupe genommen. Das Internetjournal fragte z.B. nach, welches Personal die Privatsender suchen (RTL z.B. für Redaktionen sowie IT und Technik) und welches Studium sie empfehlen. Im eben erschienenen dritten Teil geht es darum, ob die vielen neuen, oft stark spezialisierten Medienstudiengänge auch wirklich einen guten Einstieg ermöglichen. Ein ausführlicher, lesenswerter Überblick.

Was lange währt … – Praktika beim Fernsehen

Fernsehpraktika sind nicht so einfach zu ergattern – aber auch nicht ganz so schwer zu haben wie manche vielleicht meinen. Beim ZDF etwa bewerben sich jährlich cirka 5.000 Interessierte, immerhin um die 1.600 schaffen es und können praktische Erfahrungen im Sender sammeln. Längeres Warten ist aufgrund hoher Nachfrage zwangsläufig nötig. Wer ein paar Dinge berücksichtigt, kann dies jedoch zumindest etwas verkürzen.  Weiterlesen

Vor dem ersten Anklopfen – für den Start in einer Redaktion

Ja, es war schonmal leichter, den Einstieg in den Journalismus zu schaffen. Jedes Jahr wollen Tausende „was mit Medien“ machen – und man braucht mindestens soviel Glück wie gute Leistungen, um in die Branche reinzukommen. Ein paar grundlegende Tipps aus persönlicher Erfahrung und vom Hörensagen:

Die Redaktionen der Lokalzeitungen sind die beste Schule. Die Themenbreite ist groß, fast jede Zeitung braucht freie Schreiber, und man kann die Gepflogenheiten und Abläufe des Redaktionsalltags kennenlernen – der beste Weg für erste journalistische Erfahrungen.

In verschiedene Medien reinschnuppern. Die Zukunft unseres Berufes ist mindestens bimedial. Mehrere Praktika in Verlagen, Radiostationen, beim Fernsehen oder in der Öffentlichkeitsarbeit helfen zudem, das Kontakt-Netzwerk auszubauen, das einem beim Berufseinstieg nach dem Studium helfen könnte.

Vor dem Praktikum sollte man sich mit der betreffenden Redaktion vertraut machen, ihre Sendungen anschauen bzw. -hören oder im Probeabo die Zeitung lesen. Welche Themen werden wie angepackt, wie ist der Sprachstil, wer sind die Topreporter oder -redakteure? Mehr dazu, wie man sich als Praktikant oder Einsteiger in einer Redaktion verhalten sollte, gibt es bei www.planetpraktika.de.

Das Handwerk beherrschen. Journalismus ist learning by doing. Viele Redaktionen erwarten aber von ihrem neuen freien Mitarbeiter/Praktikanten, dass er journalistische Grundsätze wie Objektivität oder Trennung von Meinung und Kommentar schon kennt bzw. weiß, wie eine Nachricht geschrieben wird. Der Klassiker von Walter von La Roche, Einführung in den praktischen Journalismus, enthält fast alles, was man wissen sollte. Neben den Basics zu den journalistischen Genres zeigt er u.a., welche Wege in den Journalismus führen und wie der Berufsalltag eines Redakteurs aussieht.

Studium und Praktika allein helfen aber nix: Wer einen Berufseinstieg ansteuert, braucht für die meisten Redaktionen ein Volontariat – oder den Abschluss einer Journalistenschule. Wer es dahin schafft, kann sich glücklich schätzen: Die kompakte, multimediale Ausbildung beschert gute Karrierechancen, und man kann jede Menge Kontakte knüpfen – nicht ganz unwichtig in der Branche. Größte Hürde: die berühmten Eingangstests – hier der Wissenstest 2008 der Henri-Nannen-Schule.