Als Journalist starten: Tipps für frische Freie – diesmal von Fanny Facsar

Journalistisch ist Fanny Facsar schon weit durch die Welt gekommen: Volo bei CNN und der Neuen Zürcher Zeitung, Producerin im ZDF-Studio Washington, jetzt Redakteurin bei den ZDF-„heute“-Nachrichten sowie beim WDR-Radio und beim SWR-Fernsehen. 2013 gewann sie einen ZDF-Innovationswettbewerb mit ihrer Idee für ein junges, interaktives Nachrichtenformat namens „#Newslab“. Die 32-Jährige mit ungarischen Wurzeln berichtet zudem weiter für CNN über Ereignisse in Ungarn, außerdem ist sie Dozentin für crossmedialen Journalismus am BWK in Berlin.

Diesen Preis gab es für ihre Idee zu einem interaktiven Nachrichtenformat: Fanny Facsar gewann 2013 einen ZDF-Innovationswettbewerb.
Fanny Facsar und ihr „#Newslab“-Preis. (Foto: Rico Rossival).

Ganz schön viel Arbeit, oder? „In der Medienbranche zählen gute Leistung und Kontakte. Mein Vater ist Sternekoch – also weit weg vom Journalismus. Eigeninitiative war deshalb von Anfang an wichtig“, erklärt sie.  Für sich werben – doch nicht auf die aggressive Art. Denn: „Es stimmt, man wird meist nur als so gut erachtet, wie es der letzte Beitrag war. Für ein gutes Fundament sind aber nicht die großen Namen von bekannten Sendern wichtig – das meiste habe ich nach dem Abitur bei einer Regionalzeitung in Thüringen gelernt. Alles andere baute darauf auf.“
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Als Journalist starten: Tipps für frische Freie – diesmal von Klaus Bardenhagen

„Wieso gerade Taiwan?“ Diese Frage hört Klaus Bardenhagen immer wieder, denn sein Arbeitsort klingt für viele sehr exotisch: Seit 2009 lebt er als freier Journalist und VJ auf der Insel und berichtet für Radiostationen, Zeitungen sowie für zdf.info und den NDR. Nach einem Chinesischkurs war er auf der Insel hängengeblieben, inzwischen hat er sich als Taiwanreporter und Crowdfunder einen Namen gemacht.  „Zum einen wollte ich vor Ort weiter Chinesisch lernen, zum anderen ist Taiwan interessanter und wichtiger, als es in deutschen Medien rüberkommt, und es gab dort quasi keine deutschen Korrespondenten.“ Der Start in Fernost lief auch deshalb gut, weil Klaus bereits Erfahrungen als freier Mitarbeiter hatte: „Nach meinem Volo war ich mehrere Jahre beim NDR-Fernsehen und anderen Sendern und kannte das öffentlich-rechtliche System ein Stück weit. So hatte ich Kontakte und wusste, wie Redaktionen ihre Sendungen bauen, nach welchen Kriterien Aufträge vergeben werden“, erzählt er.

Klaus Bardenhagen (Foto: privat)
Klaus Bardenhagen (Foto: privat)

Als Freier im Ausland empfiehlt der 37-jährige vor allem das öffentlich-rechtliche Radio als Arbeitgeber, da hier Aufträge einfacher vergeben werden können als beim Fernsehen: „Fernsehen ist ein spezieller Fall, denn die öffentlich-rechtlichen Auslandsstudios haben ihre Regionen abgesteckt. Will man für ARD oder ZDF einen Bericht drehen, muss das vorher abgeklärt werden.“ Beim Hörfunk – und auch bei Deutsche Welle TV – ist hingegen direkt die Redaktion in Deutschland Klaus‘ Ansprechpartner. Eine Fernsehnische hat er mittlerweile dennoch aufgetan – indem er sich in einen Bereich einarbeitete, für den Taiwan weltbekannt ist: Hightech, Smartphone, Tablets. „Für 3sat habe ich einen Beitrag über den deutschen Technikblogger Sascha Pallenberg gedreht, der hier auf Taiwan lebt und über die neuesten Gadgets schreibt. Später rief zdf.info an und wollte gern regelmäßig Berichte über Neues aus der Computerbranche.“ Standortvorteile nutzen, sich spezialisieren, rät Klaus – doch ausschließlich als Computer-Experte sieht er sich nicht.
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Als Journalist starten: Tipps für frische Freie, Teil 2

Wie kann man als frischer Freier Fuß fassen im Journalismus? Letzte Woche gab es dazu Tipps von Kollegen, die sich ausführlich mit dem Wandel der Medienbranche auseinandersetzen. Diesmal sind es drei Journalisten, die bereits jahrelang oder erst seit kurzem als Freie unterwegs sind, im Print- sowie im Fernsehbereich sowie als Sportjournalist. Was würden sie jungen Autoren raten, und sehen sie in ihren Arbeitsfeldern Nischen für Neuankömmlinge? Weiterlesen

Als Journalist starten: Tipps für frische Freie – Teil 1

dapd insolvent, Financial Times am Ende, bei Gruner und Jahr, ZDF und anderswo Hunderte Stellen weniger: Richtig ans Herz legen möchte man den Journalistenberuf derzeit eigentlich niemandem. Wer es sich dennoch nicht ausreden lässt, was kann man dem raten? Selbst Kollegen, die lange im Geschäft sind, zucken da derzeit mit den Schultern. Welche Tipps aber haben die Medienmenschen, die sich intensiv mit dem Wandel ihrer Branche auseinandersetzen? Vier von ihnen habe ich gefragt, als das Beratungsbüro Kreacon mich zu einem Workshop für Journalismus-Newcomer einlud.  Weiterlesen