Fünf Schritte zum perfekten Video

„Ich bin Textmensch, aber ein Video selber machen …“ So richtig zufrieden sei sie mit bisherigen Ergebnissen nicht, schrieb eine Kollegin kürzlich auf LinkedIn. Auch ich hatte als „Zeitungskind“ (klassisches Volo bei einer Tageszeitung) immer riesigen Respekt vor Video und Fernsehen. Texte ich zuerst und suche dann die Bilder? Wo anfangen, wo aufhören? Deshalb hier ein paar Tipps.

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Vor 50 Jahren: „Radio Prag“ und das Ende des Prager Frühlings

Widerstand per Radio und Fernsehen: Als in diesen Tagen vor 50 Jahren Truppen der sozialistischen „Bruderländer“ die Tschechoslowakei besetzen, gelingt ihnen eines nicht sofort: Die Massenmedien zu kapern. Mehrere Tage noch rufen die Mitarbeiter von Radio Prag zu Aktionen gegen die Besatzer auf, werden Appelle über das Fernsehen gesendet. Der Berliner Journalist Joachim Dresdner war in Prag, als das Land einen anderen Sozialismus wagte – einen mit Presse- und Versammlungsfreiheit. Als später die Reformbewegung niedergeschlagen wird, hört er die deutschsprachigen Sendungen von Radio Prag. Hier schildert er seine Beobachtungen von damals – und kürzliche Begegnungen in Tschechien.

Das Gebäude des tschechischen Rundfunks in Prag: Vor 50 Jahren riefen Journalisten von hier aus zu gewaltfreiem Widerstand auf. Foto: Joachim Dresdner

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Die eigene Webseite: Sieben Beispiele, wie sich Journalisten präsentieren

Eine Website ist das Aushängeschild eines Freiberuflers: Doch wie sollte es aussehen? Was wirkt modern? Wie gehe ich mit Fotos um, und welche Schriftart sieht gut aus? Gefühlte zigtausende Designvorlagen lassen fast jeden Homepage-Frischling verzweifeln: Wenn Du eine eigene Seite hast und beim Webdesign so wie ich eher Laie bist, weißt Du, wovon ich rede. Mal ganz davon abgesehen, was denn nun alles drauf sollte. Zeige ich in der Hauptsache Arbeitsproben, oder stelle ich mich als Persönlichkeit in den Mittelpunkt?

Mann malt mit Farben, Creative Commons CC0 stocksnap.io

Dieser Artikel soll mit ein paar Best-Practise-Beispielen Euch bei solchen Entscheidungen helfen.  Per Google und Zufallsprinzip habe ich sieben Webseiten von Journalisten herausgesucht und dem Leipziger Webdesigner Martin Hahn gezeigt. Er beschäftigt sich seit 15 Jahren mit Webdesign und ist Autor des Buches Webdesign – das Handbuch zur Webgestaltung.

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#bsen: Sachsens erste Bloggerkonferenz

Sachsens erste Bloggerkonferenz „Blogger spinnen ein Netzwerk“ (#bsen) hat stattgefunden – endlich! Nu simmer nich grad das Blogger-Bundesland Nummer Eins, mit ungefähr 450 Blogs und Onlinemagazinen. Zum Vernetzen gibt es zwar schon eine facebook-Gruppe und lokale Stammtische. Dass sich etwa 80 Blogger mal unter einem Dach treffen zum Kennenlernen und Diskutieren, dass Sachsens Szene sich für Kooperationsinteressierte bündelt und generell stärker auf sich aufmerksam macht – das war mehr als überfällig. Diese Premiere ist aus meiner Sicht wirklich gut gelungen. Und der Hashtag #bsen stand für eine Weile bei den Twitter-trending topics vorne :-). Dass es wie bei jedem Debüt auch noch Luft nach oben gibt, ist ebenso klar. 20160501_154400 Weiterlesen

Abschied von der Mittelwelle

Es rauschte und fiepte, Stimmen und Musik klangen meist etwas dumpf – doch egal, man hatte das Ohr an der großen weiten Welt! Die Mittelwelle war das Zuhause für’s Radio in dessen Geburtsstunde. Nun, 92 Jahre und zwei Monate nach der ersten Ansage aus der „Sendestelle Berlin“, verabschieden sich Deutschlands Hörfunksender von dieser Wellenlänge. Ende 2015 ist Schluss! Joachim Dresdner, Radiojournalist und gelernter Studiotechniker, schaut deshalb auf die Hörfunkgeschichte zurück. Der erste Gastbeitrag hier im Blog!

Radios Anfang – und der schnelle Weg zum Propaganda-Instrument

Der Foxtrott „Wenn die Jazzband spielt“ soll zum Auftakt 1923 gesendet worden sein, auf Welle 400. Nur 10 Jahre später hatte der Mittelwellenrundfunk seine Unschuld verloren, als sich die Sender des „Großdeutschen Reiches“ zusammenschalteten, um Reden der Naziführer in jeden Winkel zu übertragen. Wenn eine Ansprache für die „deutschen Volksgenossen“ angekündigt war, hatten sich die Firmenbelegschaften vor dem Lautsprecher einzufinden.

Die 20er Jahre: Lange vor Gründung der heutigen öffentlich-rechtlichen Sender beginnt die Geschichte des Radios in Deutschland. Am 29. Oktober 1923 strahlt „Die Sendestelle Berlin, Voxhaus“ um 20.00 Uhr erstmals den „Unterhaltungsrundfunk“ aus. (Quelle: http://bit.ly/1OLSIKQ)

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„Er ist tot. Ich brauch‘ ne zweite Kamera!“ – „Nightcrawler“ mit Jake Gyllenhaal

Filme über das Medienbiz gibt’s nicht all zu viele. Und selten geht es dabei um das Fußvolk, das täglich etliche Minuten Sendezeit oder Seiten füllt. Wie deren Alltag aussehen kann, zeigt derzeit „Nightcrawler“ mit Jake Gyllenhaal in der Hauptrolle. Er spielt Lou Bloom, einen freien VJ, der sich auf Unfälle und Verbrechen spezialisiert hat und die Newsredaktion eines Lokalsenders in Los Angeles beliefert.

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Journalistendeutsch, Teil 9

der Einstimmer: Ein Kurzfilm zu Beginn eines (zumeist monothematischen) Fernsehmagazins, der das Hauptthema umreißt. Vor allem in Politmagazinen oder Wahlsendungen stellen sie knapp und oft pointiert den Zuschauern nochmal die wesentlichen Akteure und Entwicklungen vor.

der Hintersetzer: Der Begriff stammt aus der Zeit, als es beim Fernsehen noch echte Kulissen gab, die teils geschnitten und geklebt wurden. In Nachrichten und Magazinen sind Hintersetzer die themenbezogenen Fotos, Karten und Collagen neben dem Moderator, während dieser eine Meldung vorliest oder einen Beitrag anmoderiert. Heute entstehen die meisten Illustrationen am Computer – der Grafikdesigner Robert Birkholz zeigt einige auf seiner Website.  Am Filmset manchmal auch Rücksetzer genannt, ist der Hintersetzer dort eine großflächige Deko.

das Hurenkind: Ein einprägsamer Namen für Schriftsatz-Patzer, wenn die letzte Zeile eines Absatzes durch einen Fehler auf eine neue Seite oder in eine neue Spalte wandert. Sie steht dort dann allein und stört deshalb Ästhetik und Lesefluss. Der Schusterjunge ist das Gegenstück: die erste Zeile eines neuen Absatzes, die allein am Schluss einer Seite/Spalte steht. Die Printblogger erklären in ihrem Blog, was genau hinter diesen Begriffen steckt und kennen noch einen weiteren Druckpatzer – den Fliegenschiss.

die Anschlußfehler: Sie passieren in den teuersten Filmen, und manche Kinofans sind süchtig danach, diese Nachlässigkeiten aufzuspüren. Auch in manchem 1:30er-Bericht tauchen sie auf: Der Interviewpartner sitzt erst im Jackett am Schreibtisch, eine Einstellung später hat er es ausgezogen. Anschlussfehler entstehen meist, weil Szenen nicht kontinuierlich bzw. aus verschiedenen Blickwinkeln mehrfach gedreht wurden oder weil das eine oder andere nochmal wiederholt werden musste. Die Website moviemistakes.com sammelt solche Pannen: Allein bei Star Wars sollen es etwa 250 sein – einige zeigt das Video.

Zeitungen: Soviel Krise war noch nie?

Die FTD tot, FR und dapd insolvent, Kürzungen beim Berliner Verlag: Mit Wucht ist der Medienwandel in Deutschland angekommen. Die Bundesagentur für Arbeit spricht von der größten Entlassungswelle in der Presse seit 1949. Für ostdeutsche Journalisten wie für mich hat es dennoch etwas von einem Déjà-vu, denn vor etwa 20 Jahren gab es in den „neuen Bundesländern“ schonmal ähnliches. Weiterlesen

Journalistendeutsch, Teil 8

der „Gog“: „Gang ohne Grund“ vorbei an einer Kamera – beliebtes Motiv für die sogenannten Antextbilder, mit denen in einem Fernsehbeitrag neue Interviewpartner oder Protagonisten eingeführt werden.

der Ploppkiller oder Ploppschutz: ein Schaumstoffkörper, der über Radio- und Fernsehmikros gezogen wird – oft mit einem Senderlogo versehen. Er soll beim Ansprechen das ploppende Geräusch der „p“- und „t“-Laute verhindern, gleichzeitig dient er als leichter Windschutz. Übrigens ist eine Firma aus Ostwestfalen (Schulze-Brakel) weltweit Platzhirsch der Ploppschutzfabrikanten.

„Und bitte!“ – das „Action!“ in der aktuellen Berichterstattung. Gern gebraucht als Signalruf vom Kameramann, dass er aufnahmebereit ist und der Redakteur sein Interview starten oder der Protagonist seinen „Gog“ beginnen kann.

die SNG: eine typische Fernsehvokabel aus dem Englischen und Abkürzung für Satellite News Gathering. Damit ist zum einen das Übertragen von Bildern ins Funkhaus via Satellit gemeint. Zum anderen steht die Abkürzung für Fahrzeuge mit entsprechender Technik: meist Kleintransporter mit Schnittplatz an Bord und Satellitenschüssel auf dem Dach (Bild unten). Damit können nicht nur Beiträge direkt vor Ort geschnitten und ins Funkhaus überspielt werden, sondern eine Redaktion ist damit auch „live-fähig“ – kann also während einer Sendung zu einem Reporter nach draußen schalten. Eine SNG ist meist mit drei Mann unterwegs: dem Kameramann, dem Redakteur und dem Operator – letzterer ist Ton-Assistent sowie Cutter und bedient die Satellitentechnik zum Bildüberspielen.

Die Easy Link ist das technisch etwas abgespeckte – und damit kostensparendere – System: Eine Satellitenanlage, die auch von einem Redakteur allein bedient werden kann. Die Easy Link wird oft für kleinere Ereignisse eingesetzt, während SNG-Fahrzeuge bei länger andauernden Berichterstattungen von einem Ort losgeschickt werden.

SNG-Fahrzeug

Journalistendeutsch, Teil 7

etwas durchstechen: Ein schöner bildlicher Begriff, wenn über eine undichte Stelle in einer Behörde oder einem Unternehmen Vertrauliches an die Medien gelangt. „Durchstechen“ meint das gezielte Weitergeben von Informationen durch Insider – oft, um ein bestimmtes Thema in die Presse zu bringen.

Antextbilder: Fernseherfahrene Interviewpartner wissen bei dem Stichwort sofort, was zu tun ist: ein kurzer Gang vorbei an der Kamera, oder am Schreibtisch Akten durchblättern. Antextbilder sind die Einstellungen, mit denen in einem TV-Beitrag ein Protagonist vorgestellt wird. Im deutschen Fernsehen seit Jahrzehnten gern genommen: der Gang über den Flur. Vielen Zuschauern fallen solche Bilder kaum auf, da sie sich in unsere Sehgewohnheiten eingeschliffen haben. Bei der BBC entspann sich jedoch vor Jahren eine große Diskussion darüber, ob noddies oder walking-up set shots nicht zu gestellt und altmodisch wirken.

Stehsatz: Er ist so etwas wie die „stille Reserve“ einer Redaktion – fertig produzierte Beiträge bzw. Artikel, die in der aktuellen Sendung oder Zeitungsausgabe keinen Platz mehr hatten und demnächst veröffentlicht werden sollen. Der Begriff stammt ursprünglich aus dem Buchdruck und bezeichnete die einzelnen Bleisatz-Seiten, die man für spätere Neuauflagen einlagerte. Fast jede Redaktion pflegt einen Stehsatz – als Polster für nachrichtenarme Tage.

Eisbrecherfrage: „Wie zufrieden sind sie mit der Bundesliga-Saison?“ oder „Wann waren sie das letzte Mal im Theater?“: Mit solch einfachen, neutralen Fragen soll das Eis zwischen Journalisten und Gesprächspartnern gebrochen werden. Der Interviewte hat die Gelegenheit, sich „warmzureden“, und seine Reaktion hilft dem Redakteur, sich auf sein Gegenüber einstellen. Eisbrecherfragen haben das Ziel, ein angenehmes Gesprächsklima zu schaffen. Auch Markt- und Meinungsforscher bedienen sich solcher Fragen, um das Interesse des Befragten zu wecken.

„The Musalman“: Die letzte handgeschriebene Zeitung der Welt

Zeitungmachen als Handwerk: Im IT-Land Indien erscheint mit The Musalman die wohl letzte handgeschriebene Tageszeitung der Welt. Sie wird auf Urdu produziert. Da das Setzen der Schriftzeichen dafür sehr schwierig ist, bringen Schreiber alle Nachrichten in kunstvoller Kalligraphie zu Papier. Anschließend wird ein Negativ der handgeschriebenen Blätter angefertigt und auf Druckplatten gedruckt. Die Zeitung gibt es seit 1927, und auch als der jetzige Herausgeber den Musalman übernahm, wurde die Herstellung per Hand beibehalten. Ein indischer Kurzfilm erzählt über die Zeitung, ihre Redakteure und ihre Schreiber, die sich mit viel Enthusiasmus der Herstellung ihres Blatts widmen. Mehr über diese bemerkenswerte Zeitung gibt es auch bei Wikipedia und auf globalvoicesonline.

„Korrespondentenarbeit beginnt nach der Pressekonferenz“

Politiker sind (auch nur) Menschen – und Sympathie oder Antipathie zwischen ihnen und Journalisten spielt oft auch eine Rolle, wenn es um’s Fachliche geht. Gerade in der Landespolitik schwinden die Distanzen, sagt Dietmar Brück: Er ist seit einem Jahr Landeskorrespondent der Rhein-Zeitung in Mainz und beschreibt in einem Artikel seine Eindrücke der Korrespondentenarbeit.  Ein wichtiger Teil des Redakteursalltags sei das Netzwerken – und private Politiker-Handynummern würden wie der eigene Augapfel gehütet, um im Ernstfall am ministeriellen Apparat vorbei schnell an Infos zu gelangen. Landespolitik sei keinesfalls provinziell, meint Brück. Der Wirbel um Gesetzesentwürfe, politische Anträge und Tagesordnungen verleite manchmal jedoch dazu, die wichtigste Journalisten-Frage zu verdrängen: Ob nämlich diese Geschichte die Leser überhaupt interessiert.

Journalist im Visier des Verfassungsschutzes

Wer sich als Journalist regelmäßig mit Rechtsextremismus beschäftigt, muss offenbar damit rechnen, vom Verfassungsschutz beobachtet zu werden. DIE ZEIT berichtet über den Göttinger Journalisten Kai Budler, der als Stadtradio-Redakteur mehrfach über rechtsextreme Demos berichtet hat – und über den die Verfassungswächter Informationen sammelten. Auf die Anfrage des Anwalts von Kai Budler antwortete der Verfassungsschutz laut ZEIT nur unvollständig, eine weitere Einsicht in die personenbezogenen Daten seines Mandanten wurde dem Bericht zufolge verweigert. Mittlerweile ist der Niedersächsische Landesbeauftragte für den Datenschutz eingeschaltet.

Journalistendeutsch, Teil 6

Küchenzuruf: Der Begriff klingt etwas spießig, doch er zeigt, wonach Sendungs- und Zeitungsmacher jeden Tag suchen. Das Wort wurde von stern-Gründer und -Chef Henri Nannen geprägt. Es steht als Synonym für die klare Aussage eines journalistischen Textes/Beitrages – und für den Knalleffekt, den möglichst jede stern-Geschichte haben sollte. Das also, was man dem anderen überrascht oder empört in die Küche zuruft, während man selbst gerade Zeitung liest oder fernguckt. Wer die ganze Entstehungsgeschichte lesen will – bitte, hier ist sie.

etwas totrecherchieren: „Das habe ich schon irgendwo gelesen“ – mit diesem Einwurf von irgendeinem Kollegen in der Redaktionskonferenz beginnt für viele Themenideen oft das Totenglöcklein zu läuten. Es wird geprüft: Hatten wir das schon in gleicher oder ähnlicher Art, hatten es die Agenturen vor kürzerer oder längerer Zeit? Ist das Thema überhaupt aktuell und für unsere Leser bzw. Zuschauer relevant? Wer hat zu der Sache was zu sagen, und erreiche ich diese Leute auch? Je länger und intensiver dann recherchiert wird, desto wahrscheinlicher ist dieses Thema – gestorben. Tot, futsch, aus. Denn wer gründlich prüft, findet (fast) immer was.

Zwei-Quellen-Regel: Wichtige Nachrichten und Ereignisse sollten durch stets zwei – voneinander unabhängige! – Quellen belegt sein. Der Ursprung des obersten Prinzips journalistischer Recherche und Sorgfalt wird der BBC zugeschrieben. Die Zwei-Quellen-Regel ist mittlerweile in vielen Statuten von Nachrichtenagenturen, Rundfunksendern etc. verankert – wird im Eifer des Gefechts aber immer wieder mal vergessen oder falsch verstanden.

beauty shot: Der „Schönheitsschnappschuss“ setzt alles gut in Szene, was schick und hochwertig rüberkommen soll: das Hotel im TV-Reisemagazin, Sport-Events, Autos im Werbespot, der Park mit Rosen und Liebespaar in der Telenovela oder die Skyline einer Stadt. Da wird mit Licht gespielt, stundenlang auf den günstigsten Sonnenschein gewartet, postproduziert – ein hoher Aufwand für oft nur wenige Sekunden auf dem Bildschirm.

Saure-Gurken-Zeit: Besser bekannt als Sommerloch. In der Berichterstattung die Zeit der Sommerferien ohne Bundestagssitzungen – und ohne Bundesliga! Dann haben umgekippte Blumenkübel, geklaute Autos von Gesundheitsministerinnen und ausgebüchste Brillenkaimane Hochsaison. Blattmacher und Planungsredakteure graust es davor, für freie Redakteure sind’s meist gute Wochen: Fast jeder Themenvorschlag wird mit Kusshand genommen. Zum Ursprung des Begriffs „Saure-Gurken-Zeit“ gibt es verschiedene Erklärungen – mit Gurken aus dem Spreewald könnte es tatsächlich was zu tun haben.

Honorare, Verträge, Zeilengeld – was können Freie verlangen?

Eine gute Übersicht dafür bietet das vom DJV herausgebrachte Heftchen „Vertragsbedingungen und Honorare 2011“, das auch als PDF downloadbar ist. Zeilengeld bei Tageszeitungen, Honorare für Internetartikel sowie Stundensätze für die Arbeit im PR-Bereich – hier bekommt man eine Orientierung.

Ergänzung: Zu Tarifen und Honoraren  hat der DJV eine Seite, die den jeweils aktuellen Stand je nach Branche zusammenfasst. Und auch die Vertragsbedingungen und Honorare 2012 gibt es als PDF.