„Bei Deep Fakes werden wir eine schnelle Entwicklung sehen“: Tipps von Journalist Bernd Oswald zum Verifizieren und Faktenchecken

Infos, Fotos und Videos auf Wahrheitsgehalt prüfen: Geht per Google. Oder Twitter. Und darüber hinaus? Verifikation ist seit Jahren eines der Buzzwords im Journalismus – trotzdem tauchen oft Fragen auf. Denn nicht jeden Tag muss jede Info aufwändig verifiziert werden. Gibt es das ultimative Rezept zum Verifizieren? Wie kommen wir raffinierten Schummeleien auf die Schliche? „Dafür musst du denken lernen wie ein Fälscher“, meint Bernd Oswald, Trainer und Journalist aus München. Früher bei sueddeutsche.de und heute bei BR24, sind die Digitalisierung und ihre Auswirkungen auf den Journalismus seit 2009 sein Lieblingsthema. In seinem neuen Buch Digitaler Journalismus. Ein Handbuch für Recherche, Produktion und Vermarktung beim Midas-Verlag beschäftigt er sich auch mit Methoden, wie man Fakten, Fotos und Filmsequenzen prüfen kann.

Bernd Oswald ist Digitaljournalist und Journalismus-Trainer aus München: „Beim Verifizieren muss man Detektivarbeit leisten und um die Ecke denken.“ (Foto: Andreas Unger)

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Wie können Journalisten Pinterest nutzen, Benjamin Brückner?

Immer wieder macht Pinterest von sich reden: Durch rasant steigende Nutzerzahlen, eine hohe Nutzungsdauer und als neue Wunderwaffe für mehr Traffic. Doch was haben Journalisten von dem „Bildchen-Netzwerk“? Lohnt es sich, da aktiv zu werden? Auf alle Fälle, meint Benjamin Brückner. Er ist Content-Spezialist aus Leipzig, betreut Blogs und Social-Media-Auftritte für Unternehmen und hat Pinterest schon vor längerer Zeit für sich entdeckt. In seinen Artikeln auf Zielbar beschäftigt er sich oft mit der Plattform – und hat selbst ein sehr gepflegtes und gut geordnetes Pinterest-Board.  Wie man ein solches anlegt, erklärt er auch in der neuen „Hinhörer“-Podcast-Episode!

Benjamin Brückner
Benjamin Brückner ist Experte für Content-Marketing und hat als Journalist unter anderem beim MDR und dem Radiosender mephisto 97.6 gearbeitet. Für Freelancer veröffentlichte er den Ratgeber „Frei wie ein Vogel“. (Foto: privat)

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Hauptstadtkorrespondent: Derzeit ein Traumjob, Christoph Scheld?

„Kanzlernachlatscher“ werden sie von manchen genannt – und sie gehen ständig mit Politikern essen. Was die Menge der Klischees angeht, liegt der Job der Hauptstadtkorrespondenten wahrscheinlich gleichauf mit dem der Lokaljournalisten. „Klar trinkt man auf einer Abendveranstaltung mal ein Bier mit einem Staatssekretär, um etwas mehr an Hintergründen zu erfahren“, erzählt Christoph Scheld. Bis vor kurzem hat er gut zwei Jahre lang für die Radiowellen der ARD über die Politik in Berlin berichtet. Zu Hause beim Inforadio des Hessischen Rundfunks, arbeitete er zuvor für die dpa und Lokalzeitungen wie den Gießener Anzeiger sowie für das ZDF. Korri im Machtzentrum Berlin – ein Traumjob, auf den er immer hingearbeitet hat? „Es ist schwierig, hierhin zu kommen, das ist oft Zufall oder Glück. Man kann als junger Journalist sich deshalb nie auf die Fahne schreiben ‚Ich werde Hauptstadtkorrespondent‘, sondern eher ‚Ich interessiere mich für politische Themen‘. Wer gern aktuell arbeitet, für den ist diese Aufgabe hochinteressant: Denn nirgends ist man näher an den Mächtigen, und nirgends erfährt man intensiver, wie Politik gemacht wird.“

ARD-Hauptstadtkorrespondent Christoph Scheld auf einem Flughafen-Rollfeld vor der Regierungsmaschine
Zum Selfiemachen vor der Regierungsmaschine kommt man auch als Hauptstadtkorrespondent nicht oft: Christoph Scheld Ende Juni beim Besuch des Bundespräsidenten in Weißrussland. (Foto: privat)

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Wie lerne ich richtig sprechen, Elmar Bartel?

In der Öffentlichkeit zu sprechen: Mal ehrlich, magst Du das? Von uns Journalisten wird erwartet, dass wir‘s können. Und in immer mehr Branchen werden Präsentationen, Pitches oder Livestreams wichtiger. Worin besteht nun aber die Kunst des Sprechens? Wie betone ich richtig und schaffe es, dass man mir zuhört?

Elmar Bartel weiß es. Denn seit Jahren ist der Radio- und Fernsehsprecher mit seiner angenehm warm klingenden Stimme on Air zu hören: Er hat sie vielen Dokus wie etwa TerraX geliehen, hat Hörspiele gesprochen sowie Serien synchronisiert. Der geborene Trierer stand als ZDF-Nachrichtensprecher vor und als Autor auch hinter der Kamera. Und er kennt die Bühne auch als Moderator oder Gesangssolist. Seine Erfahrungen hat er in dem Buch „Einfach besser sprechen – so gelingt ein starker Auftritt“  zusammengefasst – und für das Medienpraxis-Blog hat er noch ein paar Extra-Tipps.

„Sie sagen Walzwerke – aber alle verstehen Waldzwerge?“ Elmar Bartel ist seit 1984 als Sprecher bei Radio- und Fernsehnachrichten sowie TV-Dokus zu hören und produziert außerdem Hörbücher. Seine Erfahrungen hat er jetzt in einem Buch zusammengefasst, um jenen zu helfen, die ebenfalls sprechen oder in der Öffentlichkeit auftreten. Foto: Kerstin Bänsch

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Wie muss ein gutes Erklärvideo aussehen, Markus Stein?

Wenn neben Claus Kleber im Studio ein Satellit landet, haben sich vorher Grafikredakteure Gedanken gemacht. Einer von Ihnen: Markus Stein. Er arbeitet vor allem für die heute-Nachrichten des ZDF, das heute journal sowie die heute+. Sein Thema: Erklärvideos. Für viele Newssendungen werden sie immer wichtiger. „Ein solches Video muss nicht nur Fakten liefern, sondern auch emotional ansprechen“, sagt Markus Stein. Dem medienpraxis-Blog erzählt er, wie ein Grafikredakteur beim Fernsehen arbeitet. Und was die Programme bringen, mit denen jeder selbst Erklärvideos herstellen kann.

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Markus Stein ist Diplomdesigner und hat sich auf Erklärvideos spezialisiert. (Foto: privat)

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Ist das Thema Wirtschaft wirklich so schwierig, Eva Schmidt?

Der Brexit, der Dieselskandal, die Insolvenz von Air Berlin: In vielen aktuellen Themen steckt heutzutage auch ein gehöriges Stück Wirtschaft drin. In den Augen mancher Journalisten eine harte Nuss – und auch vielen Lesern und Hörern gelten Wirtschaftsthemen oft als kompliziert und schwer verdaulich. Ist das Ökonomische aber wirklich so schwierig zu verstehen? „Wirtschaft ist nie belanglos, denn jeder hat damit zu tun“, sagt Eva Schmidt, Moderatorin des 3sat-Wirtschaftsmagazins makro. Börsenkurse, Gewinne und Bilanzen sind seit Jahren ihre Themen, denn sie hat auch bei der 3sat-Börse und der Wirtschaftsredaktion von n-tv gearbeitet. Als Filmautorin der Dokumentation „Avanti Polonia – Polens Weg nach Westen“ wurde sie 2011 mit dem Deutsch-Polnischen Journalistenpreis ausgezeichnet. Für das Medienpraxis-Blog hat sie Tipps, wie Redakteure an Wirtschaftsthemen herangehen wollten – und rät zu anti-autoritärem Denken. Mehr Tipps von Eva Schmidt hört Ihr auch in der neuen Episode des Hinhörer-Podcasts.

Eva Schmidt ist Moderatorin des 3sat-Wirtschaftsmagazins „Makro“ und wurde 2011 mit dem Deutsch-Polnischen Journalistenpreis ausgezeichnet. (Foto: Bodo Schickentanz)

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Start-ups im Journalismus: Wie gründe ich richtig? Acht Fragen an Christopher Buschow

Ein Start-up gründen: Das klingt frisch und dynamisch und wäre doch genau das Richtige für uns flexible Medienmenschen. Doch es ist im deutschen Journalismus bislang offenbar schwer zu machen, wie der Kommunikationswissenschaftler Christopher Buschow aus Hannover in einer aktuellen Studie herausfand. Was er aus der Untersuchung von 15 deutschen Neugründungen lernte, hat bereits für Aufsehen gesorgt: Eine eher nüchterne Bilanz, laut der die Start-ups kaum zur Erneuerung des Journalismus beitragen und manche auch finanziell nicht auf den grünen Zweig kommen. Und das liegt nicht etwa daran, dass es strengere rechtliche Vorschriften gibt als vielleicht in den USA. Dem Medienpraxis-Blog hat er Genaueres über seine Studie erzählt und Antworten auf die Frage gegeben: Wie gründe ich richtig?

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Christopher Buschow ist Postdoktorand am Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung (IJK) der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Er lehrt und forscht zu Unternehmertum in den Medien, in seiner Dissertation untersuchte er deutsche Journalismus-Start-ups. Foto: Körber-Stiftung / David Ausserhofer

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