„Das Netzwerk aus Volozeiten macht Bewerbungen überflüssig“: Fünf Tipps für frische Freie von Anja Datan-Grajewski

Auf einem spannenden Berichtsfeld hat sie den Sprung ins Freisein gewagt: Anja Datan-Grajewskis Steckenpferd sind die Länder Osteuropas, besonders Polen und die Ukraine. Als Journalistin pendelt sie zwischen Leipzig und Warschau. Osteuropastudium in Chemnitz, Journalistik in Leipzig, MDR-Volo, danach Stipendien in Polen und Kiew – ein Werdegang, der geradezu aufs Arbeiten auswärts hinzuführen scheint: „Mal ins Ausland gehen wollte ich von vornherein“, erzählt die 30-jährige.

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Zwei Jahre nach der Kiewer Maidan-Revolution hat sie die Stimmung der Ukrainer in einem Straßenblog eingefangen: Anja Datan-Grajewski ist als freie Journalistin in Osteuropa unterwegs. Foto: Julia Kochetova

Zwei Jahre sammelte sie Radio- und Fernseherfahrungen bei MDR Sachsen-Anhalt. Derzeit arbeitet sie hauptsächlich für das MDR-Magazin Heute im Osten, und ihr Blog „Postmaidan“ brachte ihr neben viel Online-Echo und Berichten bei MDR Aktuell und Heute im Osten auch eine Foto-Ausstellung in Warschau ein. Noch ist sie ganz frisch als Selbständige: Aber wie hat sie ihren Weg ins Freisein gefunden?

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„Journalisten sollten gute Menschenkenntnis besitzen – und echte Neugier spüren lassen“: Sieben Tipps für frische Freie von Radiojournalist Joachim Dresdner

Wer nachmittags DT64 anschaltete, hat auch ihn gehört: Joachim Dresdner. (Foto: privat)
Wer nachmittags DT64 anschaltete, hat auch ihn gehört: Joachim Dresdner. (Foto: privat)

„DT64“: Der Name bringt noch immer viele Radiofans zum Schwärmen, auch wenn es die Station so schon lange nicht mehr gibt. Die „Power von der Eastside“ – so einer ihrer Slogans – spielte nicht nur Pop, sondern auch alternative Bands, Heavy und Weltmusik, und schnitt in Magazinen neben Politik auch Themen wie Sexualität an. Ihre Moderatoren trafen mit ihrer schnodderig-lockeren, aber nie flachen Ansprache einen Ton, den viele suchten. Lutz Schramm, Stephan Lasch oder Marion Brasch und Sylvia Hahnisch kannte man in der ganzen Republik. Ein Radio, das sich freier anfühlte als die meisten anderen DDR-Programme und das in der Wendezeit als kritischer Begleiter hervorragte: Als es Anfang der 1990er abgeschaltet werden sollte, gingen Zehntausende zum Protest und zu Mahnwachen auf die Straße.

Einer derer, die in den 1980ern das Programm mitgestalteten, war Joachim Dresdner. Zuerst absolvierte er im Funkhaus in der Berliner Nalepastraße eine Ausbildung zum  Studiotechniker, doch schnell interessierte ihn, was seine Journalisten-Kollegen machten. Es folgen Aufträge beim Berliner Rundfunk, Journalistik-Fernstudium, schließlich gut elf Jahre Jugendradio: Er moderierte das Nachmittagsmagazin DT64 direkt, die abendliche Talkshow Gaststube sowie die Politsendung Antwort sofort, in der Hörer zu aktuellen Themen Fragen stellen konnten. Auch an den populären Mensch, Du-Diskussionssendungen hat er mitgewirkt. „Diese inhaltliche Breite ist etwas, von dem ich immer noch zehre“, erzählt er. Heute arbeitet er als freier Journalist für den Deutschlandfunk, den MDR und den Bayerischen Rundfunk. Weiterlesen

„Über Google hinaus zu recherchieren ist wichtiger, als gute Tweets zu schreiben“: Acht Tipps für frische Freie von SHIFT-Gründer Daniel Höly

Daniel Höly ist Diplom-Online-Journalist und Blogger und Gründer des Zeitungsprojektes
Daniel Höly ist Diplom-Online-Journalist, Blogger und Gründer des Zeitungsprojektes „Shift“. Foto: Dietmar Funck

Wenn über Wandel im Journalismus und den Medien diskutiert wird, ist er oft dabei: Daniel Höly, 28 Jahre jung, Diplom-Online-Journalist und Blogger mit einem ordentlichen Maß an Unternehmergeist. Während viele Kollegen Print als nicht mehr zeitgemäß empfinden, setzt er per Crowdfunding seinen Wunsch nach einem niveauvollen Magazin um und bringt SHIFT heraus. Mittlerweile gibt es davon die zweite Nummer. Der Bonner steht außerdem hinter dem Weblog JUICED, hat auch für hr-online, evangelisch.de und die taz geschrieben. Er gibt Bloggerseminare, befasst sich mit Multimedia-Storytelling und hat kürzlich sein eigenes Medienunternehmen gegründet: creedoo fasst SHIFT, JUICED und auch Agenturdienstleistungen zusammen. Viele Hüte auf einem Kopf also – und entsprechend umfangreich ist auch Daniels Tippliste geworden: Weiterlesen

„Eigene Medien werden sich durchsetzen“: Vier Tipps für freie Journalisten von Peter Stawowy („Flurfunk Dresden“)

An ihm kommt man als Journalist zumindest in Mitteldeutschland kaum vorbei: Der Dresdner Peter Stawowy hat mit seinem Flurfunk-Blog ein passables Portal geschaffen für alles Wichtige zum Thema Medien. Wo Stellen wegfallen, wer bald für welches Ministerium spricht – was sich in Redaktionen, Agenturen und Pressestellen der Region tut, weiß der selbständige Medienberater oft früher oder genauer als andere.

Peter Stawowy ist selbständiger Medienberater und betreibt das "Flurfunk"-Blog. (Foto: André Forner)
Peter Stawowy ist selbständiger Medienberater und betreibt das „Flurfunk“-Blog. (Foto: André Forner)

Der 43-jährige, der vorher u.a. für den kressreport schrieb, den SPIESSER zur bundesweit gelesenen Jugendzeitschrift machte und als Studi ein Uniradio gründete, berät vor allem Behörden und Verlage in puncto Kommunikation. Wer seine Fühler so dicht an den Medienchefetagen hat: Was rät der jungen Einsteigern? „Man sollte sich keinen Illusionen hingeben, freier Journalist zu werden ist ein harter Lernprozess“, meint Peter und nennt vier wichtige Tipps für frische Freie. Weiterlesen

Als Journalist starten: Tipps für frische Freie – diesmal von Martin Hoffmann (DIE WELT)

„Streams are my reality“ ist Martin Hoffmanns Spruch, und verbunden mit dem Web hat auch sein Weg als Redakteur begonnen: 2006 startete er sein Onlinejournalismus-Studium. Danach Praktika, ab 2010 MDR-Volontariat, anschließend Social-Media-Conceptioner beim MDR in Magdeburg. Seit September ist er Leiter Social Media bei der WELT in Berlin, zwischendrin wurde er vom medium magazin noch zu einem der „Top 30 bis 30“-Journalisten ernannt. Große Stories, investigative Recherchen? Nein, seinen Platz sieht er woanders: „Mich reizt eher das strukturelle Denken, dass ich die Grundzüge einer Story entwerfen kann und wie sie dann in verschiedenen Medien erzählt wird“, sagt er. Dass er in kurzer Zeit so weit gekommen ist, schiebt Martin vor allem auf seine Online-Begeisterung. Vielleicht hat er deshalb gleich im ersten Anlauf ein Volontariat bekommen – und konnte sich mit anderen MDR-Kollegen 2013 den Bremer Fernsehpreis teilen für die beste crossmediale Innovation, das Twitter-Projekt @9Nov89live.

Martin Hoffmann ist seit kurzem Social Media-Chef bei der WELT in Berlin (Foto: privat).
Martin Hoffmann ist seit kurzem Social Media-Chef bei der WELT in Berlin (Foto: privat).

„Sofort mit Twittern beginnen“ – das ist auch sein erster Tipp für frische Freie. „Twitter ist ein sehr gutes Tool für die Vernetzung und den Blick über den Tellerrand“, ist Martin überzeugt. Nebenher entwickle man ein gutes Gefühl dafür, über welche Themen im Netz geredet wird. Weiterlesen

Die „Freienbibel“: (Fast) alles was ein freier Journalist wissen muss

Ein Handbuch für Freie von Freien: Sowas gibt’s bislang kaum, schon das allein lohnt das Lesen. Speziell in Zeiten, wo immer mehr Journalisten sich vermehrt Gedanken darüber machen müssen, wie sie Aufträge finden. Die vor kurzem erschienene „Freienbibel“ vom Berufsverband „Freischreiber“ lässt deshalb Kollegen aus dem Alltag erzählen. Freie wie Silke Burmester, Pia Volk oder Nikolaus Fecht reden darüber, wie sie ihr Geld verdienen und sich auf dem Markt aufstellen – ob als Experte oder als Gemischtwarenhändler. Generelle Fragen für das Journalistendasein also, dazu Hinweise: Wie verhandelt man richtig, wie sollte man seine Kunden sortieren, und wie sagt man auch mal gekonnt „Nein“ zu einem Auftrag?

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Als Journalist starten: Tipps für frische Freie – diesmal von Timo Stoppacher

Timo Stoppacher schreibt mit Bettina Blass auf fitfürjournalismus.de über erfolgreiches Selbständigsein, hat die acht DJV-Thesen zur Journalismus-Zukunft mitentwickelt und kürzlich in einer Blogparade gefragt, was Redakteure heute denn alles können sollten. Als Spezialist für die Themenfelder Technik, Smartphones und Internet schreibt er unter anderem für das t3n-Magazin, bringt darüber auch Bücher heraus und gibt Seminare zum Bloggen sowie zur Existenzgründung freier Journalisten. Genau der Richtige also für die Frage, wie man den richtigen Einstieg in die Medienwelt findet und wo sich Nischen bieten. Weiterlesen