Wie lerne ich richtig sprechen, Elmar Bartel?

In der Öffentlichkeit zu sprechen: Mal ehrlich, magst Du das? Von uns Journalisten wird erwartet, dass wir‘s können. Und in immer mehr Branchen werden Präsentationen, Pitches oder Livestreams wichtiger. Worin besteht nun aber die Kunst des Sprechens? Wie betone ich richtig und schaffe es, dass man mir zuhört?

Elmar Bartel weiß es. Denn seit Jahren ist der Radio- und Fernsehsprecher mit seiner angenehm warm klingenden Stimme on Air zu hören: Er hat sie vielen Dokus wie etwa TerraX geliehen, hat Hörspiele gesprochen sowie Serien synchronisiert. Der geborene Trierer stand als ZDF-Nachrichtensprecher vor und als Autor auch hinter der Kamera. Und er kennt die Bühne auch als Moderator oder Gesangssolist. Seine Erfahrungen hat er in dem Buch „Einfach besser sprechen – so gelingt ein starker Auftritt“  zusammengefasst – und für das Medienpraxis-Blog hat er noch ein paar Extra-Tipps.

„Sie sagen Walzwerke – aber alle verstehen Waldzwerge?“ Elmar Bartel ist seit 1984 als Sprecher bei Radio- und Fernsehnachrichten sowie TV-Dokus zu hören und produziert außerdem Hörbücher. Seine Erfahrungen hat er jetzt in einem Buch zusammengefasst, um jenen zu helfen, die ebenfalls sprechen oder in der Öffentlichkeit auftreten. Foto: Kerstin Bänsch

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Wie muss ein gutes Erklärvideo aussehen, Markus Stein?

Wenn neben Claus Kleber im Studio ein Satellit landet, haben sich vorher Grafikredakteure Gedanken gemacht. Einer von Ihnen: Markus Stein. Er arbeitet vor allem für die heute-Nachrichten des ZDF, das heute journal sowie die heute+. Sein Thema: Erklärvideos. Für viele Newssendungen werden sie immer wichtiger. „Ein solches Video muss nicht nur Fakten liefern, sondern auch emotional ansprechen“, sagt Markus Stein. Dem medienpraxis-Blog erzählt er, wie ein Grafikredakteur beim Fernsehen arbeitet. Und was die Programme bringen, mit denen jeder selbst Erklärvideos herstellen kann.

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Markus Stein ist Diplomdesigner und hat sich auf Erklärvideos spezialisiert. (Foto: privat)

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Ist das Thema Wirtschaft wirklich so schwierig, Eva Schmidt?

Der Brexit, der Dieselskandal, die Insolvenz von Air Berlin: In vielen aktuellen Themen steckt heutzutage auch ein gehöriges Stück Wirtschaft drin. In den Augen mancher Journalisten eine harte Nuss – und auch vielen Lesern und Hörern gelten Wirtschaftsthemen oft als kompliziert und schwer verdaulich. Ist das Ökonomische aber wirklich so schwierig zu verstehen? „Wirtschaft ist nie belanglos, denn jeder hat damit zu tun“, sagt Eva Schmidt, Moderatorin des 3sat-Wirtschaftsmagazins makro. Börsenkurse, Gewinne und Bilanzen sind seit Jahren ihre Themen, denn sie hat auch bei der 3sat-Börse und der Wirtschaftsredaktion von n-tv gearbeitet. Als Filmautorin der Dokumentation „Avanti Polonia – Polens Weg nach Westen“ wurde sie 2011 mit dem Deutsch-Polnischen Journalistenpreis ausgezeichnet. Für das Medienpraxis-Blog hat sie Tipps, wie Redakteure an Wirtschaftsthemen herangehen wollten – und rät zu anti-autoritärem Denken. Mehr Tipps von Eva Schmidt hört Ihr auch in der neuen Episode des Hinhörer-Podcasts.

Eva Schmidt ist Moderatorin des 3sat-Wirtschaftsmagazins „Makro“ und wurde 2011 mit dem Deutsch-Polnischen Journalistenpreis ausgezeichnet. (Foto: Bodo Schickentanz)

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Start-ups im Journalismus: Wie gründe ich richtig? Acht Fragen an Christopher Buschow

Ein Start-up gründen: Das klingt frisch und dynamisch und wäre doch genau das Richtige für uns flexible Medienmenschen. Doch es ist im deutschen Journalismus bislang offenbar schwer zu machen, wie der Kommunikationswissenschaftler Christopher Buschow aus Hannover in einer aktuellen Studie herausfand. Was er aus der Untersuchung von 15 deutschen Neugründungen lernte, hat bereits für Aufsehen gesorgt: Eine eher nüchterne Bilanz, laut der die Start-ups kaum zur Erneuerung des Journalismus beitragen und manche auch finanziell nicht auf den grünen Zweig kommen. Und das liegt nicht etwa daran, dass es strengere rechtliche Vorschriften gibt als vielleicht in den USA. Dem Medienpraxis-Blog hat er Genaueres über seine Studie erzählt und Antworten auf die Frage gegeben: Wie gründe ich richtig?

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Christopher Buschow ist Postdoktorand am Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung (IJK) der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Er lehrt und forscht zu Unternehmertum in den Medien, in seiner Dissertation untersuchte er deutsche Journalismus-Start-ups. Foto: Körber-Stiftung / David Ausserhofer

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Medien-Startups, Radionachrichten, GIF-Journalismus: Die Lieb-Links des Sommers

Liebe Blogleser, es ist wieder Zeit für eine handverlesene Auswahl an Links zu interessanten Mediendiskussionen und Artikeln. Bald ist Bundestagswahl – und manche Redaktionen wollen mal mit echten Menschen reden. Bei Bürgergesprächsrunden oder ähnlichem will man erfahren, wie es den Leuten geht. Hä? Ist das nicht die eigentliche Aufgabe von Journos? Die taz schreibt über diese Bemühungen und zitiert RTL-Chefredakteur Michael Wulf: „Ich bin gerade durch Bitterfeld durchgefahren. Ich glaube kaum, dass auch nur einer unserer Journalisten da je hinkommt!“ Nach der Altmark, dem Hunsrück oder der Prignitz und Neuruppin will man da gar nicht erst fragen … Alles weitere im Artikel Wie wär’s mit Lokaljournalismus?

Hier war RTL sicher auch noch nicht: Die Prignitz bei Spiegelhagen. Foto: Martin Janecke – CC BY-SA 3.0

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Die eigene Webseite: Sieben Beispiele, wie sich Journalisten präsentieren

Eine Website ist das Aushängeschild eines Freiberuflers: Doch wie sollte es aussehen? Was wirkt modern? Wie gehe ich mit Fotos um, und welche Schriftart sieht gut aus? Gefühlte zigtausende Designvorlagen lassen fast jeden Homepage-Frischling verzweifeln: Wenn Du eine eigene Seite hast und beim Webdesign so wie ich eher Laie bist, weißt Du, wovon ich rede. Mal ganz davon abgesehen, was denn nun alles drauf sollte. Zeige ich in der Hauptsache Arbeitsproben, oder stelle ich mich als Persönlichkeit in den Mittelpunkt?

Mann malt mit Farben, Creative Commons CC0 stocksnap.io

Dieser Artikel soll mit ein paar Best-Practise-Beispielen Euch bei solchen Entscheidungen helfen.  Per Google und Zufallsprinzip habe ich sieben Webseiten von Journalisten herausgesucht und dem Leipziger Webdesigner Martin Hahn gezeigt. Er beschäftigt sich seit 15 Jahren mit Webdesign und ist Autor des Buches Webdesign – das Handbuch zur Webgestaltung.

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Wie sich Lokaljournalismus ändern muss, #deutschlandspricht und Radioprobleme: Die Lieb-Links vom Juni

Lieber Blogleser, liebe Blogleserin, auch im Juni gab’s Artikel zum Thema Medien sowie gute Reportagen, die zu schade sind, um sie in der Infoflut untergehen zu lassen.

So zur Vertrauenskrise des Journalismus: Schon oft bejammert und analysiert. Der Deutschlandfunk hat mehrere Studien dazu unter die Lupe genommen. Fazit: Mehr Distanz zu den Mächtigen würde gut tun. Journalisten sind mittlerweile zu oft Teil der Elite. Zudem kommen zu viele Themen „von oben“, doch zu wenige „von unten“ in die Agenda. Also: Arbeiter und Bauern in die Redaktionen! Oder wie früher in der DDR Volkskorrespondenten heranziehen. Der ganze Artikel dazu hier.

Volkskorrespondenten im Leipziger Ratskeller 1952. Quelle: Deutsche Fotothek
Volkskorrespondenten wurden in der DDR oft die freien Mitarbeiter der Lokalzeitungen genannt: Eine wichtige Form der Massenverbindung des sozialistischen Journalismus, wie es damals hieß. Hier ein Lehrgang in Leipzig 1952. (Quelle: Deutsche Fotothek‎ [CC BY-SA 3.0 creativecommons.org, via Wikimedia Commons])
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