Fünf Schritte zum perfekten Video

„Ich bin Textmensch, aber ein Video selber machen …“ So richtig zufrieden sei sie mit bisherigen Ergebnissen nicht, schrieb eine Kollegin kürzlich auf LinkedIn. Auch ich hatte als „Zeitungskind“ (klassisches Volo bei einer Tageszeitung) immer riesigen Respekt vor Video und Fernsehen. Texte ich zuerst und suche dann die Bilder? Wo anfangen, wo aufhören? Deshalb hier ein paar Tipps.

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„Bei Deep Fakes werden wir eine schnelle Entwicklung sehen“: Tipps von Journalist Bernd Oswald zum Verifizieren und Faktenchecken

Infos, Fotos und Videos auf Wahrheitsgehalt prüfen: Geht per Google. Oder Twitter. Und darüber hinaus? Verifikation ist seit Jahren eines der Buzzwords im Journalismus – trotzdem tauchen oft Fragen auf. Denn nicht jeden Tag muss jede Info aufwändig verifiziert werden. Gibt es das ultimative Rezept zum Verifizieren? Wie kommen wir raffinierten Schummeleien auf die Schliche? „Dafür musst du denken lernen wie ein Fälscher“, meint Bernd Oswald, Trainer und Journalist aus München. Früher bei sueddeutsche.de und heute bei BR24, sind die Digitalisierung und ihre Auswirkungen auf den Journalismus seit 2009 sein Lieblingsthema. In seinem neuen Buch Digitaler Journalismus. Ein Handbuch für Recherche, Produktion und Vermarktung beim Midas-Verlag beschäftigt er sich auch mit Methoden, wie man Fakten, Fotos und Filmsequenzen prüfen kann.

Bernd Oswald ist Digitaljournalist und Journalismus-Trainer aus München: „Beim Verifizieren muss man Detektivarbeit leisten und um die Ecke denken.“ (Foto: Andreas Unger)

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Wie können Journalisten Pinterest nutzen, Benjamin Brückner?

Immer wieder macht Pinterest von sich reden: Durch rasant steigende Nutzerzahlen, eine hohe Nutzungsdauer und als neue Wunderwaffe für mehr Traffic. Doch was haben Journalisten von dem „Bildchen-Netzwerk“? Lohnt es sich, da aktiv zu werden? Auf alle Fälle, meint Benjamin Brückner. Er ist Content-Spezialist aus Leipzig, betreut Blogs und Social-Media-Auftritte für Unternehmen und hat Pinterest schon vor längerer Zeit für sich entdeckt. In seinen Artikeln auf Zielbar beschäftigt er sich oft mit der Plattform – und hat selbst ein sehr gepflegtes und gut geordnetes Pinterest-Board.  Wie man ein solches anlegt, erklärt er auch in der neuen „Hinhörer“-Podcast-Episode!

Benjamin Brückner
Benjamin Brückner ist Experte für Content-Marketing und hat als Journalist unter anderem beim MDR und dem Radiosender mephisto 97.6 gearbeitet. Für Freelancer veröffentlichte er den Ratgeber „Frei wie ein Vogel“. (Foto: privat)

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Wie digital affin sind deutsche Journalisten, Stephan Weichert?

Der digitale Journalismus braucht zielgruppenorientierteres Denken: Das meint Stephan Weichert, der Mann hinter dem neuen Programm „Digital Journalism Fellowship“ der Hamburg Media School. Die einjährige Weiterbildung in digitalem Journalismus wird gefördert von Facebook und klingt nach einem Allrounder-Paket. Big Data, Mobile Reporting, Entrepreneurial Journalism, als Abschluss ein Field Trip in die USA. Um die 20 Plätze – Bewerbungsdeadline war Mitte August haben sich viele beworben, sagt Weichert, inhaltlich verantwortlich für das Projekt. Er ist Professor für Journalismus und Kommunikationswissenschaft, hat den Verein für Medien und Journalismuskritik mit begründet und befasst sich seit Jahren mit dem digitalen Strukturwandel in den Medien und Redaktionen.

Die Digitalisierung des Journalismus ist sein Thema: Prof. Dr. phil. Stephan Weichert leitet den Masterstudiengang „Digital Journalism“ sowie das „Digital Journalism Fellowship“-Programm an der Hamburg Media School (HMS). Der studierte Psychologe promovierte über die Darstellungen des 11.September 2001 im deutschen Fernsehen mit seiner Arbeit „Die Krise als Medienereignis“. (Foto: privat)

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Vor 50 Jahren: „Radio Prag“ und das Ende des Prager Frühlings

Widerstand per Radio und Fernsehen: Als in diesen Tagen vor 50 Jahren Truppen der sozialistischen „Bruderländer“ die Tschechoslowakei besetzen, gelingt ihnen eines nicht sofort: Die Massenmedien zu kapern. Mehrere Tage noch rufen die Mitarbeiter von Radio Prag zu Aktionen gegen die Besatzer auf, werden Appelle über das Fernsehen gesendet. Der Berliner Journalist Joachim Dresdner war in Prag, als das Land einen anderen Sozialismus wagte – einen mit Presse- und Versammlungsfreiheit. Als später die Reformbewegung niedergeschlagen wird, hört er die deutschsprachigen Sendungen von Radio Prag. Hier schildert er seine Beobachtungen von damals – und kürzliche Begegnungen in Tschechien.

Das Gebäude des tschechischen Rundfunks in Prag: Vor 50 Jahren riefen Journalisten von hier aus zu gewaltfreiem Widerstand auf. Foto: Joachim Dresdner

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Hauptstadtkorrespondent: Derzeit ein Traumjob, Christoph Scheld?

„Kanzlernachlatscher“ werden sie von manchen genannt – und sie gehen ständig mit Politikern essen. Was die Menge der Klischees angeht, liegt der Job der Hauptstadtkorrespondenten wahrscheinlich gleichauf mit dem der Lokaljournalisten. „Klar trinkt man auf einer Abendveranstaltung mal ein Bier mit einem Staatssekretär, um etwas mehr an Hintergründen zu erfahren“, erzählt Christoph Scheld. Bis vor kurzem hat er gut zwei Jahre lang für die Radiowellen der ARD über die Politik in Berlin berichtet. Zu Hause beim Inforadio des Hessischen Rundfunks, arbeitete er zuvor für die dpa und Lokalzeitungen wie den Gießener Anzeiger sowie für das ZDF. Korri im Machtzentrum Berlin – ein Traumjob, auf den er immer hingearbeitet hat? „Es ist schwierig, hierhin zu kommen, das ist oft Zufall oder Glück. Man kann als junger Journalist sich deshalb nie auf die Fahne schreiben ‚Ich werde Hauptstadtkorrespondent‘, sondern eher ‚Ich interessiere mich für politische Themen‘. Wer gern aktuell arbeitet, für den ist diese Aufgabe hochinteressant: Denn nirgends ist man näher an den Mächtigen, und nirgends erfährt man intensiver, wie Politik gemacht wird.“

ARD-Hauptstadtkorrespondent Christoph Scheld auf einem Flughafen-Rollfeld vor der Regierungsmaschine
Zum Selfiemachen vor der Regierungsmaschine kommt man auch als Hauptstadtkorrespondent nicht oft: Christoph Scheld Ende Juni beim Besuch des Bundespräsidenten in Weißrussland. (Foto: privat)

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Wie lerne ich richtig sprechen, Elmar Bartel?

In der Öffentlichkeit zu sprechen: Mal ehrlich, magst Du das? Von uns Journalisten wird erwartet, dass wir‘s können. Und in immer mehr Branchen werden Präsentationen, Pitches oder Livestreams wichtiger. Worin besteht nun aber die Kunst des Sprechens? Wie betone ich richtig und schaffe es, dass man mir zuhört?

Elmar Bartel weiß es. Denn seit Jahren ist der Radio- und Fernsehsprecher mit seiner angenehm warm klingenden Stimme on Air zu hören: Er hat sie vielen Dokus wie etwa TerraX geliehen, hat Hörspiele gesprochen sowie Serien synchronisiert. Der geborene Trierer stand als ZDF-Nachrichtensprecher vor und als Autor auch hinter der Kamera. Und er kennt die Bühne auch als Moderator oder Gesangssolist. Seine Erfahrungen hat er in dem Buch „Einfach besser sprechen – so gelingt ein starker Auftritt“  zusammengefasst – und für das Medienpraxis-Blog hat er noch ein paar Extra-Tipps.

„Sie sagen Walzwerke – aber alle verstehen Waldzwerge?“ Elmar Bartel ist seit 1984 als Sprecher bei Radio- und Fernsehnachrichten sowie TV-Dokus zu hören und produziert außerdem Hörbücher. Seine Erfahrungen hat er jetzt in einem Buch zusammengefasst, um jenen zu helfen, die ebenfalls sprechen oder in der Öffentlichkeit auftreten. Foto: Kerstin Bänsch

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