Medien-Startups, Radionachrichten, GIF-Journalismus: Die Lieb-Links des Sommers

Liebe Blogleser, es ist wieder Zeit für eine handverlesene Auswahl an Links zu interessanten Mediendiskussionen und Artikeln. Bald ist Bundestagswahl – und manche Redaktionen wollen mal mit echten Menschen reden. Bei Bürgergesprächsrunden oder ähnlichem will man erfahren, wie es den Leuten geht. Hä? Ist das nicht die eigentliche Aufgabe von Journos? Die taz schreibt über diese Bemühungen und zitiert RTL-Chefredakteur Michael Wulf: „Ich bin gerade durch Bitterfeld durchgefahren. Ich glaube kaum, dass auch nur einer unserer Journalisten da je hinkommt!“ Nach der Altmark, dem Hunsrück oder der Prignitz und Neuruppin will man da gar nicht erst fragen … Alles weitere im Artikel Wie wär’s mit Lokaljournalismus?

Hier war RTL sicher auch noch nicht: Die Prignitz bei Spiegelhagen. Foto: Martin Janecke – CC BY-SA 3.0

Retten Start-Ups den Journalismus? Der Kommunikationswissenschaftler Christopher Buschow ist dieser Frage nachgegangen und hat nur wenig Ermutigendes gefunden. Den Start-Ups – zumindest denen im deutschsprachigen Raum – gelingt es meist nicht, zu einer wirklich wichtigen Stimme zu werden. Ein Artikel im österreichischen Standard zählt auf, woran das liegt.

Thomas Knüwers Blogbeitrag „Weil die Redaktion sich ändern muss: Sechs Vorschläge für eine andere Medienwelt“ ist in den letzten Augusttagen schon viel bei Twitter diskutiert worden. Einige Ideen, etwa zur Innovationssuche oder zu einem langweiligeren – sprich weniger hinter Social Media hinterherhetzenden – Journalismus haben viel an sich. Doch sollten Journalisten als Influeure das Denken ihrer Leser/Zuschauer beeinflussen? Mir rollen sich bei dieser Vorstellung die Nägel hoch! Journalisten sollten ihrem Publikum ermöglichen, sich eigene Meinungen zu bilden. Das fehlt übrigens in Knüwers Artikel: Ein Wort darüber, dass Journalismus nicht einfach nur ein „Service“ ist, sondern eine Grundlage für eine Mündigkeit und Meinungsvielfalt, wie sie eine Demokratie braucht.

Jetzt was komplett anderes: Der britische Daily Star hat in einer Infografik die beliebtesten Take away-Gerichte der einzelnen Regionen aufgeführt. Ein Hingucker! 

Nachrichten werden von immer mehr (privaten) Radiostationen nur noch als notwendiges Übel gesehen. Dietz Schwiesau, Nachrichtenchef von MDR Sachsen-Anhalt und Autor mehrerer Journalismus-Bücher, sieht eine wachsende De-Professionalisierung. Im Schweizer Portal persoenlich.com überlegt er, was man wie besser machen könnte: Etwa durch Newstalks oder weniger, dafür tiefer recherchierten Themen. „Formatradio? Ein Gruselwort!“

Und, heute schon ein GIF verschickt? Mit den kleinen Gimmicks lässt sich auch Journalismus machen. Nicht mehr ganz frisch, aber immer noch gut: Die 25 Vorschläge vom Social-Media-Portal WGBH , wie man die Zappelbilder nutzen kann. Als 10-Sekunden-Story, zur Datenvisualisierung oder als Hashtag-Hinweis. Dazu Tipps, wie man GIF’s selber bauen kann: „What the GIF? How GIF’s help advance journalism“

Fehlt ein interessanter Artikel zum Thema Medien, eine gute Reportage, ein geniales Datenjournalismus-Projekt? Dann fix den Link dazu in die Kommentarspalten getippt oder per Tweet an mich geschickt: @Heiko_LE  Einen wunderbaren September Dir!

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