Antarktis-Eis und Constructive Journalism in Sachsen: Die Lieb-Links vom Mai

Liebe Blogleser, bei den Lieb-Links vom Monat Mai haben sich viele Artikel zum Thema Journalismus gesammelt – schließlich war European Newspaper Congress. Aber es gibt auch noch anderes: Ein wunderbares Beispiel für Multimediajournalismus ist der neueste Streich der New York Times. Redakteure waren in der Antarktis unterwegs und zeigen sehr anschaulich, wie sich die Eismassen des Kontinents durch den Klimawandel verändern. Fünf Jahre nach Snowfall ein neues, beispielhaftes Projekt mit gut gestalteten Infografiken und Animationen.

 

Über das Konzept des Constructive Journalism wurde bereits viel geschrieben. Bei den Lesern der Sächsischen Zeitung scheint es gut anzukommen, wie deren Redakteur Oliver Reinhard beim European Newspaper Congress berichtete: Die Leserquoten steigen.

Interessant auch, was BILD-Chef Julian Reichelt auf dem Kongress in Wien zur digitalen Strategie seines Medienhauses sagte: Vorbild für Bewegtbild-Inhalte sei nicht das deutsche Fernsehen, sondern CNN. BILD habe mittlerweile 40 Mitarbeiter, die sich um Videos, 360-Grad-Reportagen oder Livestreams kümmern. Bei BILD ist Video eher Mittel zur schnellen Berichterstattung, bei der Neuen Zürcher Zeitung hingegen denkt man anders und sieht Videos als Erklärhelfer. Der ganze Artikel dazu hier.

Zur Medienzukunft gibt’s auch ein neues Buch mit Interviews namhafter deutscher Journos, aber auch Kollegen aus den USA, Frankreich oder den Niederlanden. In Über Morgen kommen Jeff Jarvis, Blendle-Gründer Marten Blankesteijn oder Madhav Chinnappa von Google News zu Wort. Viele Interviews hat die Agentur OSK – Herausgeber des Buches – hier schon online gestellt.

Zurück zur Praxis: Jeremy Bowen ist Reporter-Urgestein der BBC und einer DER Nahostexperten schlechthin. Nur wenige westliche Reporter sind noch wie er in Syrien unterwegs und beschreiben aus eigener Anschauung, wie etwa der Alltag in Aleppo aussieht.

In einem 10-teiligen BBC-Podcast Our man in the Middle East blickt er auf 25 Jahre als Nahost-Korrespondent sowie auf wichtige Ereignisse und Entwicklungen in dieser sensiblen Weltregion – und was sie mit heutiger Politik zu tun haben. „Dead bodies don’t bother me“ erzählt er – und wie er selbst mit posttraumatischen Belastungsstörungen nach einem Angriff zurechtkam, bei dem der Fahrer neben ihm starb. Die Podcast-Folgen können downgeloaded werden, eine Einstimmung bietet dieser Artikel hier.

Und welches waren Deine Lieb-Links aus der letzten Zeit? Teile sie uns doch hier mit und poste, was Dich begeistert hat! Hier in der Kommentarspalte oder schicke sie per Twitter an mich unter @Heiko_LE Einen sonnigen Juni und viel Spaß bei Deinen Medien-Exkursionen!

 

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