2016: Drei Dinge, die ich als Blogger gelernt habe – und ein Lesetipp

2016 steht nicht unbedingt im Verdacht, sich als tolles Jahr für Medienmacher ins Geschichtsbuch einzuschreiben. Lügenpresse-Diskussionen, Anschläge, Trump-Wahl: Für mich als Journalist waren es die bisher herausforderndsten Monate – und zum Bloggen hier fehlte oft die Zeit. Neun Artikel waren es im Ganzen: Trotzdem stehen jetzt, Ende Dezember, so viele Besucher und so viele Aufrufe wie noch nie in der Statistik :-). Deshalb ein Blick voraus auf das neue Jahr – doch auch einer zurück auf das, was von 2016 hängen bleibt.20160501_154400

1. Vernetze Dich mit anderen Bloggern – das spornt an

Das Blogger-Highlight des Jahres war für mich ein lokales Ereignis: Die erste sächsische Bloggerkonferenz #bsen in Leipzig. Die Workshops waren gut, die Pausen fast noch besser: Denn man lernte viele Bloggerkollegen kennen, konnte Erfahrungen austauschen, über den Tellerrand blicken. Und schnell kam die Idee, sich doch auch außerhalb zu treffen, um über Ideen und gemeinsame Projekte zu quasseln, sich gegenseitig vorwärts zu treiben. Ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung im kommenden Jahr, die #bsen2. Nix stachelt besser an zum Rumwerkeln, Professionalisieren und regelmäßigen Schreiben als ein anderer Blogger – und eine gemeinsame Strafkasse ;-)!

2. Empfehle gelungene Projekte deiner Kollegen – das könnte auch dir gut tun

Der am zweithäufigsten gelesene Artikel meines Blogs ist dieser: „Sechs Newsletter von Journalisten, die für Journalisten interessant sein könnten.“ Der Beitrag wurde besonders bei facebook oft geteilt und schwirrte dort immer mal wieder in verschiedenen Gruppen durch die Timeline. Offenbar waren viele auf der Suche nach guten Mediennewslettern und hatten Probleme, in der allgemeinen Newsletterflut etwas Passendes zu finden. Einige Tage später dann mailte einer der Newsletterschreiber, dass er durch meinen Artikel 42 neue Abonnenten gewonnen hat – Bingo! Das zeigt wiedermal: Blogger sollten sich gegenseitig unter die Arme greifen, dann wird das schon was mit dem eigenen Blogbusiness. Zumindest irgendwann demnächst :-).

3. Probier mal wieder was aus – man lernt immer dabei

Im Herbst habe ich zum ersten Mal eine Blogparade gestartet, „Journalismus studieren – ja oder nein?“. Sowas wollte ich schon immer mal machen, fand aber nie das richtige Thema. Für das kleine Medienpraxis-Blog ist die Parade passabel gelaufen, es ist auch ein Gastbeitrag entstanden, von Anna von Garmissen. Offenbar hat das Thema aber doch nicht so viele Diskussionen ausgelöst und unterschiedliche Standpunkte herausgekitzelt wie ich eigentlich erhofft hatte. Auch hielt sich die „Studier bloß was richtiges“-Fraktion eher zurück. Für eine Parade sollte man schon vor dem Start Blogger ansprechen und gut vernetzt sein – vielleicht sind das die Stellschrauben für stärkere Diskussionen beim nächsten Mal.

Was kommt nun 2017? Es wird ein e-book geben, mein Bloggerkollege Martin und ich bereiten ein gemeinsames Thema vor – und Ihr werdet hier definitiv mehr als nur 9 Artikel lesen. Schon wegen der Strafkasse ;-). Gastbeiträge sind übrigens herzlich willkommen! Was interessiert Euch denn in Sachen Medien? Worüber möchtet Ihr gern hier etwas lesen? Oder was hat besonders gefallen? Schreibt hier in die Kommentare oder mailt mir unter medienpraxis at gmx minus topmail punkt de.

img_3867Wer übrigens Bücherhunger hat: „Redaktionsschluss – die Zeit nach der Zeitung“ von Stefan Schulz  ist absolut empfehlenswert. Der Autor war u.a. einige Jahre bei der FAZ und schreibt sehr pointiert darüber, warum es Zeitungsverlagen nicht sonderlich gut geht – viele aber nicht den richtigen Weg aus dem Niedergang der Printsparte finden. Auf ein gutes 2017 – und vielen Dank an Dich, an Euch, die Ihr jetzt gerade hier lest :-)!

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