Sechs Newsletter von Journalisten, die für Journalisten interessant sein könnten

Wie oft die E-Mail schon totgesagt wurde! Altmodisch in der Handhabung, und viral kann sie auch nicht! Als Newsletter aber feiert sie seit kurzem fröhliche Revivals. Klar: Mails sind DAS Mittel zur Kundenansprache, schreibt fast jeder der vielen Onlinemarketing-Ratgeber. Auch mehr und mehr (freie) Journalisten nutzen den Elektrobrief und empfehlen sich so beispielsweise als Spezialisten für ein Themengebiet. Einen guten Newsletter zu finden ist manchmal gar nicht so einfach, habe ich selbst festgestellt. Und empfehle deshalb die folgenden gern weiter!

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pixabay.com, Fotografin: Anne-Onyme (CC0 Public Domain)

Konrad Weber, „Lesenswertes zur Medienzukunft“

Der Schweizer Journalist befasst sich schon seit langem mit der Digitalisierung der Medien und hat vor kurzem seinen Newsletter frisch renoviert. Meist erklärt er in einem Hauptthema einen Trend ausführlicher – etwa Bots und deren Einzug in den Journalismus. In der Rubrik „Was ist diese Woche aufgefallen“ versorgt er seine Leser mit Artikellinks zu sonstigen technologischen Neuigkeiten im Medienbiz und bei Social Media. Zum Schluss gibt es die App und den Augenblick der Woche. Technikaffin, doch sehr verständlich und unterhaltsam. Und mit Schweizer Pünktlichkeit jeden Sonntag um die Mittagszeit im Briefkasten.

Martin Giesler, „YesYes“

Ähnlich wie Konrad ist auch bento-Macher Martin immer vorn mit bei, wenn es um Neues im Bereich Medien und Digitalisierung geht. Über 1000 Journalisten haben seinen Newsletter bereits abonniert. Meinungsfreudig ordnet er in einem längeren Artikel ein, was sich in der jeweiligen Woche in Sachen Medientrends und Netzkultur getan hat, und was man über facebook, Instagram und Konsorten gelesen oder gesehen haben sollte. Hoher Unterhaltungsfaktor – und meistens freitags im Mailfach.

Bettina Blaß, „Op Jück“

Ein ganz anderer Typ von Newsletter als die oben beschriebenen. In ihm gibt die freie Journalistin Bettina Blaß einen Einblick, was sie auf ihren Blogs gerade veröffentlicht hat. Vor allem sind es Reisetipps von Op Jück, daneben auch Artikel zum Journalismus vom Fit für Journalismus-Blog. Und Wirtschafts- sowie Verbraucherthemen – darauf hat sich Bettina Blaß spezialisiert. Außerdem reist sie gern und ist Dozentin für Onlinejournalismus an der Uni Mainz. Der Newsletter quasi als regelmäßig aktualisiertes Portfolio: Das könnte interessant auch für andere Freie sein. Einmal im Monat liegt der Nachrichtenbrief im Mailfach, anmelden kann man sich auf der Op Jück-Startseite.

Jannis Kucharz, „Morgenlinks“

Bei netzfeuilleton.de gefällt mir, dass sein Macher den Newsletter als Video verschickt. Jannis Kucharz erklärt darin, welche Trends aus der Medien- und Netzwelt ihn gerade beschäftigen. Er ordnet ein, beschreibt – und das bestens verständlich auch für weniger „nerdige“ User. Immer dabei: Die Kaffeemaschine, die zu Beginn einen frischen Koffeindrunk zapft. Grad wird der bislang wöchentliche Newsletter neu aufbereitet, und nach längerer Pause soll er noch in diesem Monat wieder an den Start gehen.

BASIC thinking, „BT kompakt“

Der Newsletter von Tobias Gillen ist so bunt wie das digitale Leben: In einer Ausgabe geht es etwa um Smileymania oder das Leben als digitale Nomadin, und es gibt Tipps, wie man die Geräte im Smart Home richtig vernetzt. Wer nicht nur Neues über die Digitalisierung der Medien wissen will, wird BT ohnehin schon kennen. Der Nachrichtenbrief gibt einen Überblick über die besten Artikel der laufenden Woche und ist jeweils freitags im Briefkasten.

Deutscher Kommunal-Informationsdienst

Ja, richtig gelesen. Der Newsletter, den der Journalist Martin Reetz zumeist aus Zeitungsartikeln zusammenstellt, richtet sich an kommunale Entscheider und weist jede Hipness anderer Medien- und Tech-Postillen von sich. Doch wer sich im weitesten Sinne mit Lokalem befasst – also ziemlich viele Journalisten -, findet hier interessante Themenideen. Es geht um Entwicklungen in Städten und Gemeinden, um Gerichtsurteile, ums Wohnen und Verkehrsinfrastrukturen. Der Newsletter erscheint einmal im Monat.

Und, denkst Du nun über einen eigenen Newsletter nach? Falls ja: Simon Hurtz hat auf torial.com aufgeschrieben, was man dabei beachten sollte – und hat selbst auch noch einige gute Beispiele aufgelistet. Welche Newsletter kannst Du uns empfehlen?

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