Als Journalist starten: Tipps für frische Freie – diesmal von Jannis Kucharz

Er ist der Mann mit dem Video-Newsletter mit der Kaffeemaschine drin: Jannis Kucharz ist vielen als der Kopf von netzfeuilleton.de und den regelmäßig ausgeschickten Morgenlinks bekannt. Dort geht es um Trends im Journalismus und der Medienwelt. Kucharz, der bereits als Kind bei einer Radiosendung mitgemischt hat, bekam seine ersten beiden Praktika über Twitter und ist heute – neben seinem Studium – im Verlag der Allgemeinen Zeitung in Mainz in der Geschäftsentwicklung tätig und wirkt an einigen Videoformaten mit. Seine ersten beiden Praktika ergatterte er über Twitter. Für junge Journalisten empfiehlt er das Bloggen, um sich einen Namen zu machen. Und das muss nicht unbedingt der eigene Blog sein: „Man ist auf keinen Auftrag angewiesen, um einen Text zu schreiben. Und man kann bei einem anderen Blog mitschreiben – bei uns auf netzfeuilleton.de etwa sind Mitstreiter gefragt.“

Auch Kollegen, die über das Gleiche schreiben, sollte man nicht immer nur als Konkurrenz betrachten: „Es lohnt sich, mit anderen im ähnlichen Themenspektrum zu netzwerken. Ich habe einige Aufträge dadurch bekommen, dass Kollegen sie mir weitergegeben haben, weil sie selbst keine Zeit hatten oder es ein größeres Projekt war. Und es schadet nicht, wenn man selbst an die Kollegen denkt bei einer Anfrage, die man nicht bearbeiten kann.“

Ein weiterer Tipp von Jannis: „Verhandeln lohnt sich immer – vor allem auch bei den Nutzungsrechten. Ich habe beispielsweise bei allen meinen aktuellen Aufträgen ausgehandelt, dass ich diese mit kurzem zeitlichen Abstand auch auf meinem Blog veröffentlichen darf. Dadurch werde ich sozusagen fürs Bloggen bezahlt und behalte alle meine Inhalte an einer Stelle zusammen.“

Video-Newsletter gibt es bislang noch nicht allzu viele – damit hat sich Jannis ein eigenes Markenzeichen geschaffen. Der Newsletter habe viel verändert, sagt er. „Ich weiß jetzt, wer meine Leser sind und dass ich einflussreiche Leute erreiche. Der feste Termin gibt mir auch einen besseren Rhythmus.“  So ein Newsletter kann zudem ein Weg sein, um interessante Kontakte zu schließen, so Jannis: Dazu brauche man nur ein Blick auf die Liste der E-Mail-Abonnenten werfen. Auch Konferenzbesuche – etwa bei der republica oder DJV-Termine – helfe beim Netzwerken.

Ihr findet Jannis Kucharz übrigens auch bei Twitter, bei Google+ sowie mit dem netzfeuilleton-Kanal auf Youtube.

Tipps für frische Freie gab es schon von “Lousypennies”-Blogger Karsten Lohmeyer, Andreas Rickmann, Konrad Weber und Martin Giesler, Fabian Biastoch, Jan Söfjer und Jola Zielinski, Klaus Bardenhagen, Rico Grimm, Fanny Facsar sowie Timo Stoppacher und Bettina Blass. Was würdet Ihr denn neuen Freelancern raten? Oder seid Ihr selbst grad am Start und habt Fragen? Kommentiert, twittert oder mailt: @heiko_LE bzw. medienpraxis at gmx minus topmail punkt de.

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2 Gedanken zu “Als Journalist starten: Tipps für frische Freie – diesmal von Jannis Kucharz

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