Die „Freienbibel“: (Fast) alles was ein freier Journalist wissen muss

Ein Handbuch für Freie von Freien: Sowas gibt’s bislang kaum, schon das allein lohnt das Lesen. Speziell in Zeiten, wo immer mehr Journalisten sich vermehrt Gedanken darüber machen müssen, wie sie Aufträge finden. Die vor kurzem erschienene „Freienbibel“ vom Berufsverband „Freischreiber“ lässt deshalb Kollegen aus dem Alltag erzählen. Freie wie Silke Burmester, Pia Volk oder Nikolaus Fecht reden darüber, wie sie ihr Geld verdienen und sich auf dem Markt aufstellen – ob als Experte oder als Gemischtwarenhändler. Generelle Fragen für das Journalistendasein also, dazu Hinweise: Wie verhandelt man richtig, wie sollte man seine Kunden sortieren, und wie sagt man auch mal gekonnt „Nein“ zu einem Auftrag?

freienbibelWas die „Freienbibel“ aus meiner Sicht wertvoll macht, sind die ausführlichen Hinweise zur Zusammenarbeit mit Redaktionen, gerade wenn es mal problematisch wird. Wie reagiere ich, wenn das Honorar lange auf sich warten lässt? Was tun, wenn ich merke, dass eine Redaktion meinen Text weiterverkauft hat? Oder wenn der angebotene Auftrag toll, das Honorar jedoch mies ist? Und dazu viele kleine Tipps aus dem Nähkästel: Warum sich z.B. eine facebook-Fanpage für Journalisten nicht immer lohnt, oder welche Dinge ein Crowdfunding-Projekt erfolgreich werden lassen. Hier hat das Buch seine Stärken. An anderer Stelle hätten es durchaus mehr Ratschläge sein können: Etwa wenn es darum geht, eigene Stärken und Marktnischen zu entdecken. Nicht nur Newcomer haben hier oft Beratungsbedarf.

Auch die „hard facts“ fehlen nicht: ein Tarifrechner, welche Versicherungen wichtig sind, wie man Rechnungen schreibt, und einiges zum Journalistenhandwerk. Wer reinschnuppern will, bevor er die „Freienbibel“ kauft, findet auf der Website der Freischreiber Videointervews mit Gesprächspartnern aus dem Buch und den kompletten Inhaltsüberblick.

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