„Offene Daten für alle!“

Deutsche Behörden und die Veröffentlichung von Daten – das ein Thema für sich. Viele der Journalisten, die des öfteren mal nach mehr als den statistischen Standarderhebungen fragen, können davon ein Lied singen: „Geht nicht“, „Zu aufwändig“, „haben wir nicht“, hört man da aus den Amtsstuben. Das NDR-Medienmagazin ZAPP widmete einen Beitrag dem Datenjournalismus (leider nicht mehr aufrufbar) und erklärte, was sich hinter diesem Begriff verbirgt. Interessant sind vor allem die Einschätzungen derer, die sich mit dem Thema schon länger beschäftigen  – etwa Stefan Wehrmeyer von der „Open Knowledge Foundation“. Er fordert eine Reform des Systems, nach dem in Deutschland Daten zugänglich gemacht werden. Vieles ist viel zu kompliziert gestrickt, so dass Journalisten oft nicht wissen, welche Daten sie einfordern dürfen. Deutschland braucht eine neue Datenkultur, sind sich auch Christina Elmer vom stern und der freie Datenjournalist Lorenz Matzat einig: Die Veröffentlichung nicht personenbezogener und nicht sicherheitsrelevanter Daten für alle muss Standard werden. Schon jetzt sind Länder wie Großbritannien und die USA Deutschland in dem Punkt mindestens fünf Jahre voraus.

Medienjournalistin Ulrike Langer spricht im Interview mit dem Standard darüber, wie Redaktionen erste Schritte in Richtung Datenjournalismus unternehmen können: Sie empfiehlt Dreierteams aus zwei Journalisten und einem Programmierer, wie es die New York Times macht. Außerdem verrät sie, an welchen Unis man etwas über Datenjournalismus lernen kann und wer das erste Handbuch zu dieser journalistischen Arbeitstechnik erstellt.

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