Redakteursumfrage: Arbeitsbedingungen haben sich verschlechtert

Der ökonomische Druck steigt, die journalistische Freiheit sinkt: So das Ergebnis einer Umfrage unter etwa 2000 Redakteuren in Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie Slowenien. Das österreichische Meinungsforschungsinstitut Marketagent hat sie unter anderem gefragt, wie sich aus ihrer Sicht die Arbeitsbedingungen in den letzten Jahren entwickelt haben. 49,8 Prozent meinen, sie seien eher schlechter geworden, 27,8 finden sogar, sie hätten sich deutlich verschlechtert.

Zunehmender wirtschaftlicher Druck äußere sich vor allem durch weniger Zeit für Recherche, hohe Arbeitslast sowie Personaleinsparungen. 60 Prozent der Journalisten, die sich ökonomisch unter Druck fühlen, bemängeln dass eine kritische Berichterstattung zunehmend unerwünscht sei. Auch sehen viele einen Trend zur Schönfärberei sowie zum Copy-und-Paste-Journalismus.

Gefragt, ob sie nochmal den Redakteursberuf ergreifen würden, antworten immerhin 36,2 Prozent mit „Auf jeden Fall“ und 40,1 Prozent mit „Ja, eher schon“. Mehr als die Hälfte beurteilen die Zukunft ihres Berufsstandes jedoch als „eher schwierig“ bzw. „sehr schwierig“.

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