Krise beim Nachwuchs: Weniger Volo-Bewerber

Journalist werden – das wollen offenbar immer weniger Uni-Absolventen. Zwei Artikel – einer von Olaf Sundermeyer im neuen Journalist (kostenlos lesbar nur für DJV-Mitglieder/Abonnenten) und ein weiterer von Christian Meier in der Süddeutschen – befassen sich mit dem Rückgang der Bewerberzahlen für Volontariate und an Journalistenschulen.

Die Stapel der Bewerbungsmappen dort sind demnach kleiner geworden: Schlechte Bezahlung, unsichere Vertragsverhältnisse, mangelnde Perspektiven für Volontäre in vielen Verlagen und Rundfunkhäusern sowie die Krise der Medienbranche allgemein schlagen sich nun offenbar beim journalistischen Nachwuchs nieder. Olaf Sundermeyer nennt als Beispiel den Weser-Kurier in Bremen, wo im ersten Jahresquartal statt der üblichen 250 Volo-Bewerbungen nur etwas mehr als 80 eintrafen. Immer mehr Medieninteressierte würden abwandern in andere Bereiche. „Unternehmensberatungen, Agenturen für Kommunikationsdienstleistungen oder Public Affairs“, so Christian Meier – dort gebe es gutdotierte Stellen. Und diese Unternehmen förderten ihre Mitarbeiter oftmals besser als viele Medienhäuser.

Die Main-Post in Würzburg steuere dem Trend bereits entgegen: Man pflege seine Praktikanten wieder mehr als früher, zitiert Sundermeyer die Ausbildungsbeauftragte der Zeitung. Der Kampf um die guten Köpfe habe den Journalismus erreicht: Dass es immer noch weitaus mehr Bewerber als Ausbildungsstellen gebe, sei nicht das Entscheidende, so Christian Meier. Wichtig sei vielmehr, wer heute überhaupt erst gar nicht mehr in den Journalismus gehe.

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