Vor dem ersten Anklopfen – für den Start in einer Redaktion

Ja, es war schonmal leichter, den Einstieg in den Journalismus zu schaffen. Jedes Jahr wollen Tausende „was mit Medien“ machen – und man braucht mindestens soviel Glück wie gute Leistungen, um in die Branche reinzukommen. Ein paar grundlegende Tipps aus persönlicher Erfahrung und vom Hörensagen:

Die Redaktionen der Lokalzeitungen sind die beste Schule. Die Themenbreite ist groß, fast jede Zeitung braucht freie Schreiber, und man kann die Gepflogenheiten und Abläufe des Redaktionsalltags kennenlernen – der beste Weg für erste journalistische Erfahrungen.

In verschiedene Medien reinschnuppern. Die Zukunft unseres Berufes ist mindestens bimedial. Mehrere Praktika in Verlagen, Radiostationen, beim Fernsehen oder in der Öffentlichkeitsarbeit helfen zudem, das Kontakt-Netzwerk auszubauen, das einem beim Berufseinstieg nach dem Studium helfen könnte.

Vor dem Praktikum sollte man sich mit der betreffenden Redaktion vertraut machen, ihre Sendungen anschauen bzw. -hören oder im Probeabo die Zeitung lesen. Welche Themen werden wie angepackt, wie ist der Sprachstil, wer sind die Topreporter oder -redakteure? Mehr dazu, wie man sich als Praktikant oder Einsteiger in einer Redaktion verhalten sollte, gibt es bei www.planetpraktika.de.

Das Handwerk beherrschen. Journalismus ist learning by doing. Viele Redaktionen erwarten aber von ihrem neuen freien Mitarbeiter/Praktikanten, dass er journalistische Grundsätze wie Objektivität oder Trennung von Meinung und Kommentar schon kennt bzw. weiß, wie eine Nachricht geschrieben wird. Der Klassiker von Walter von La Roche, Einführung in den praktischen Journalismus, enthält fast alles, was man wissen sollte. Neben den Basics zu den journalistischen Genres zeigt er u.a., welche Wege in den Journalismus führen und wie der Berufsalltag eines Redakteurs aussieht.

Studium und Praktika allein helfen aber nix: Wer einen Berufseinstieg ansteuert, braucht für die meisten Redaktionen ein Volontariat – oder den Abschluss einer Journalistenschule. Wer es dahin schafft, kann sich glücklich schätzen: Die kompakte, multimediale Ausbildung beschert gute Karrierechancen, und man kann jede Menge Kontakte knüpfen – nicht ganz unwichtig in der Branche. Größte Hürde: die berühmten Eingangstests – hier der Wissenstest 2008 der Henri-Nannen-Schule.

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