Lieb-Links von Februar: Über Neukölln, Podcast-Liebe und den Medienkonsum der Kubaner

Gutgemachten Journalismus oder interessante Medien-Artikel teile ich gern bei Twitter. In der Tweetflut gehen sie aber schnell wieder verloren – deshalb gibt’s ab jetzt die „Lieb-Links“: Themen anders als sonst aufgemacht, gut geschriebene Reportagen, Sachen die man selten liest.

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2016: Drei Dinge, die ich als Blogger gelernt habe – und ein Lesetipp

2016 steht nicht unbedingt im Verdacht, sich als tolles Jahr für Medienmacher ins Geschichtsbuch einzuschreiben. Lügenpresse-Diskussionen, Anschläge, Trump-Wahl: Für mich als Journalist waren es die bisher herausforderndsten Monate – und zum Bloggen hier fehlte oft die Zeit. Neun Artikel waren es im Ganzen: Trotzdem stehen jetzt, Ende Dezember, so viele Besucher und so viele Aufrufe wie noch nie in der Statistik :-). Deshalb ein Blick voraus auf das neue Jahr – doch auch einer zurück auf das, was von 2016 hängen bleibt.20160501_154400 Weiterlesen

Fazit der Blogparade „Journalismus studieren – ja oder nein?“

„Journalismus studieren – ja oder nein?“ hieß die Frage dieser Blogparade – und es sind gute, interessante Antworten per Blogartikel und Twitter zusammengekommen. Die Tendenz: ein eindeutiges Ja – doch mit ergänzenden Hinweisen.

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Nicht Journalismus ODER, sondern Journalismus UND noch eine andere Fachrichtung sollte man studieren – so das Resümee der Blogparade (Foto: Uni Innsbruck, CC BY-NC 2.0).

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Journalismus-Studium? Ja – gerade heute

„Journalismus studieren – ja oder nein?“ ist das Thema der ersten Blogparade, die hier auf dem medienpraxis-Blog läuft. Anna von Garmissen hat dazu einen Gastbeitrag geschrieben. Vielen Dank, Anna :-)!

Du studierst Publizistik? Bist Du verrückt? Als ich mich Mitte der 90er Jahre an einer großen Universität einschrieb, erntete ich viel Skepsis aus meinem Umfeld. Wie sich herausstellte, waren die Zweifel zumindest vordergründig berechtigt. Schon im ersten Proseminar wurde klar: Zwischen der Arbeit in einer Redaktion und dem, was Kommunikationswissenschaftler so treiben, liegt eine Riesenkluft. Und keiner interessiert sich wirklich für die Gegenseite. Nach einigen Semestern habe ich  gewechselt. Nicht die Fachrichtung, sondern die Uni: Heraus aus dem Massenbetrieb, hinein in einen kleinen, dafür wendigen und praxisnahen Journalistik-Studiengang. Weiterlesen

Aufruf zur Blogparade: Journalismus studieren – ja oder nein?

Die Frage ist fast so alt wie die nach Henne und Ei und immer wieder wird diskutiert darüber. Vor kurzem fragte mich eine Gymnasiastin, welche Praktika ich empfehlen könnte für einen guten Einstieg in die Medien. Hier fiel mir die Antwort leicht. Aber ob ich die Frage nach einem Journalismus-Studium so leicht hätte beantworten können, bin ich mir nicht sicher.

Bei Juristen, Biologen oder Marketingmanagern würde keiner auch nur auf die Idee kommen, ein entsprechendes Studium in Frage zu stellen. Beim Journalismus aber schon. Einem Gebiet, das sich immens wandelt und in dem Kenntnisse und Fertigkeiten aus vielen Bereichen gefordert sind: Denn als Redakteur darf man auch oft Techniker, Fotograf oder Social Media Manager sein und dazu noch einiges vom Presserecht wissen. Reicht eigentlich für ein Studium, oder?

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Journalismus studieren – oder besser doch etwas anderes wie Anglistik, BWL oder Chemie?

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„Wichtiger noch als elegantes Schreiben sind Wühlerqualitäten“: Sechs Tipps für frische Freie von Reporter Ulrich Wolf („Sächsische Zeitung“)

2015 wurde er zum „Journalisten des Jahres“ gewählt, im April 2016 erhielt er gemeinsam mit zwei seiner Kollegen den Wächterpreis der deutschen Tagespresse: Ulrich Wolf von der Sächsischen Zeitung in Dresden. Das Medium-Magazin lobte ihn für seine Recherchen zur Vergangenheit von Pegida-Gründer Lutz Bachmann, und weil er sich Montag für Montag erneut zwischen die Pegida-Demonstranten stellte, trotz Pöbeleien und persönlicher Angriffe. Reporter in Dresden, der Pegida-Stadt: In deutschen Lokalredaktionen dürfte es wohl kaum einen Job dieser Art geben, der in den letzten Monaten herausfordernder war. Hier, wo Brüche in der Gesellschaft deutlicher zu Tage treten als anderswo, Journalisten auch tätlich angegangen werden und zudem die Polizei manchmal ganz eigene Auffassungen von Pressefreiheit vertritt. Was rät einer, der in solchem gesellschaftlichen Klima arbeitet, jungen Kollegen? Rät er überhaupt zum Schritt in die Medien? Auf jeden Fall, sagt Ulrich Wolf: „Denn Journalismus wird wieder wichtiger in seiner Funktion als Schleusenwärter, als Orientierung in der Flut von Infos und Gerüchten“, begründet der 51-jährige. 

Seine Recherchen zur Vergangenheit von Pegida-Gründer Lutz Bachmann haben ihn über Dresden hinaus bekannt gemacht: Ulrich Wolf ist Reporter bei der "Sächsischen Zeitung". Foto: kairospress
Seine Artikel und Recherchen zu Pegida und zur Vergangenheit von dessen Gründer Lutz Bachmann haben ihn bekannt gemacht: Ulrich Wolf ist Reporter bei der „Sächsischen Zeitung“ in Dresden. Foto: kairospress

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#bsen: Sachsens erste Bloggerkonferenz

Sachsens erste Bloggerkonferenz „Blogger spinnen ein Netzwerk“ (#bsen) hat stattgefunden – endlich! Nu simmer nich grad das Blogger-Bundesland Nummer Eins, mit ungefähr 450 Blogs und Onlinemagazinen. Zum Vernetzen gibt es zwar schon eine facebook-Gruppe und lokale Stammtische. Dass sich etwa 80 Blogger mal unter einem Dach treffen zum Kennenlernen und Diskutieren, dass Sachsens Szene sich für Kooperationsinteressierte bündelt und generell stärker auf sich aufmerksam macht – das war mehr als überfällig. Diese Premiere ist aus meiner Sicht wirklich gut gelungen. Und der Hashtag #bsen stand für eine Weile bei den Twitter-trending topics vorne :-). Dass es wie bei jedem Debüt auch noch Luft nach oben gibt, ist ebenso klar. 20160501_154400 Weiterlesen